Lokalsport

Traumstart für die großen Vier vom Teckrevier

Fußballszene Nach den Siegen für Weilheim, Neidlingen, Kirchheim und die SGEH herrscht Hochstimmung.

Stuttgart. Der Startschuss für die Landesliga war ein Rohrkrepierer. Das Spiel der SG Bettringen gegen den TSV Buch, mit dem die Saison am Freitagabend 2017/18 offiziell begann, wurde wegen eines Unwetters und hereinbrechender Dunkelheit beim Stande von 2:1 abgebrochen und muss wiederholt werden.

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Wesentlich erfreulicher verlief der Saisonauftakt für die Mannschaften aus der Region in der siebten und achten Liga. Der TSV Weilheim, der VfL Kirchheim, die SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang und der TV Neidlingen heimsten mit größtenteils überzeugenden Leistungen die Maximalausbeute von vier mal drei Punkten ein - für die großen Vier aus dem Teckrevier ein Traumstart wie aus dem Bilderbuch.

„Wir haben dem Gegner mit dem 2:0 nach elf Minuten früh den Zahn gezogen“, so das Resümee des Sportlichen Leiters Günther Friess zum Weilheimer 5:1-Paukenschlag. Der Sieg in dieser Höhe beim spielstarken Neuling Nafi Stuttgart auf der Schlotwiese in Zuffenhausen war umso bemerkenswerter, weil der TSVW mit sechs Neuen agierte. Allerdings musste Trainer Chris Eisenhardt in der Halbzeit ein ernstes Wörtchen mit den Jungs reden - sie hatten nach dem Blitzstart bis zur Pause nur noch im Sinn, die Führung zu verwalten. Friess: „Das hat gewirkt. Nachher wurde wieder Gas gegeben und jede zweite Chance genutzt.“

Für die größte Überraschung der drei Teckvereine in der Bezirksliga sorgte Aufsteiger TV Neidlingen mit dem 2:1 beim Liga-Dino TSV Neckartailfingen. Auch der Neuling machte frühzeitig (fast) alles klar - Tor durch Patrick Kölle nach zehn Minuten. „Danach hat sich die anfängliche Nervosität gelegt und wir waren klar die bessere Mannschaft“, lobte Abteilungsleiter Marlon Lamour. Steffen Kuch legte mit einem Foulelfmeter noch vor der Pause nach. Die Platzherren waren geschockt, rafften sich erst nach dem Anschlusstreffer in der 85. Minute durch Bastian Nagel noch einmal auf. Doch die Neidlinger machten die Schotten dicht und zischten auf der Heimfahrt bei einem Zwischenhalt im „Bonaparte“ in Nürtingen ein Bierchen auf den gelungenen Coup.

Grund zum Feiern hatte auch die Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang. 6:0 gegen Aufsteiger TSV Berkheim ohne den nach Weilheim abgewanderten Torjäger Marc Kevin Theimer, wer hätte das gedacht? Sechs Tore, dazu ein Pfostenschuss und ein verschossener Elfmeter. Trainer Dieter Hiller war begeistert: „Wir haben eine bombige erste Halbzeit gespielt. Da hat alles gepasst.“ Besonders gefallen hat ihm das schnelle Umschaltspiel. Nach der Pause stand Berkheim extrem tief, konnte aber einen weiteren Treffer zum halben Dutzend nicht vermeiden.

Der VfL Kirchheim komplettierte den erfolgreichen Teck-Tag. Obwohl nicht komplett wegen Urlaubern und Verletzten, nahmen die Blauen die Auswärtshürde beim FV Vorwärts Faurndau relativ sicher. „Ein verdienter Sieg, auch wenn noch nicht alles so lief, wie wir uns das vorstellen. Aber wir hatten die bessere Spielanlage“, kommentierte Abteilungsleiter Claus Maier das 2:0, für das Rückkehrer Marcel Helber (vom FV 09 Nürtingen) und Dominik Cseri verantwortlich zeichneten. Faurndau versuchte die spielerischen Defizite mit übertriebener Härte auszugleichen, bekam dafür allerdings die Quittung in Form einer Gelb-Roten Karte Mitte der zweiten Halbzeit.

Ein Wermutstropfen auch für den VfL: Offensiv-Wirbler Michael Schweizer fiel mit einem Faserriss im Oberschenkel aus und wird der Mannschaft zwei oder drei Wochen fehlen.Klaus Schlütter