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Trip nach Lahr lohnt

Rhythmische Sportgymnastik TSV Ötlingen holt bei den Landesmeisterschaften zweimal Silber und dreimal Bronze.

Zweitbestes Duo der Freien Wettkampfklasse in ganz Baden-Württemberg: Leonie Reiterer und Eda Polat vom TSV Ötlingen. Foto: Sigg
Zweitbestes Duo der Freien Wettkampfklasse in ganz Baden-Württemberg: Leonie Reiterer und Eda Polat vom TSV Ötlingen. Foto: Siggi Stark

Lahr. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik m badischen Lahrhat der TSV Ötlingen zwei Silber- und drei Bronzemedaillen ergattert.

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Die Gruppe der Freien Wettkampfklasse (FWK, 16 Jahre und älter) mit Leonie Reiterer, Jasmin Banzhaf, Nadine Rietheimer, Eda Polat, Viktoria Meier und Ines Becker holte wie schon bei den württembergischen Meisterschaften den Vizetitel. Nach einem sehr guten ersten Durchgang mit fünf Reifen lagen sie sogar auf Meisterschaftskurs. Alle Wechsel klappten, die Übung wurde ausdrucksstark präsentiert und nur kleine Fehler zugelassen. Allerdings konnte dies im zweiten Durchgang nicht wiederholt werden. Neben Geräteverlusten gab es auch kleine technische Fehler, und so mussten die TSVÖ-Mädels am Ende der TSG Tübingen ganz knapp den Vortritt lassen.

Auch die JWK-Gruppe (Jugendwettkampfklasse, zwölf bis 15 Jahre) zeigte eine ansprechende Leistung. Die erste Kür mit fünf Paar Keulen wurde ähnlich stark dargeboten wie bei der FWK-Gruppe. Ein fehlerfreier Durchgang ließ auf Edelmetall hoffen. Asli Balikci, Yelda Polat, Jasmin Schleich, Meltem Saglik und Michelle Löffler zeigten allerdings im zweiten Durchgang etwas Nerven, ohne dabei große Fehler zu machen. Da die Konkurrentinnen alle sehr nah beieinander lagen, gab es ein äußerst knappes Ergebnis, bei dem am Ende für die Ötlingerinnen der dritte Platz zu Buche stand.

Die Gruppe der Schülerwettkampfklasse (SWK, zehn bis zwölf Jahre) in der Besetzung Pia Müller, Marie Gommel, Celine Lusiak, Ann Sophie Suck und Nicole Stuhlberg erwischte dagegen nicht ihren besten Tag. Die Übungen mit fünf Reifen waren mit etlichen Geräteverlusten und technischen Unsauberkeiten versehen, sodass am Ende nur Platz sechs blieb.

Vizetitel für Reiterer und Polat

Im Duo-Wettbewerb der FWK zeigten Leonie Reiterer und Eda Polat wie schon mit der Gruppe eine starke Leistung. Vor allem der zweite Durchgang auf die Musik Candy Man von Christina Aguilera gelang ausdrucksstark, fehlerfrei und wurde mit viel Applaus bedacht. Trotzdem mussten sie sich ganz knapp der ebenfalls starken Konkurrenz beugen und sicherten sich den Vizetitel.

Marie Gommel und Pia Müller (SWK-Duo) konnten ihre ansonsten große Stärke der Synchronität und Harmonie nicht ausspielen. Ihre Ball-Kür auf Fluch der Karibik präsentierten sie trotzdem sehr ansprechend und belegten den dritten Platz.

Für den Einzelwettkampf hatten sich in der Schülerwettkampfklasse Kristina Kukscha und Alina Dutt qualifiziert. Kristina Kukscha konnte an die guten Leistungen der württembergischen Meisterschaft anknüpfen und mit einer ansprechenden und gelungenen Keulenübung den dritten Platz erringen. Ihre Übung ohne Handgerät zeigte sie ebenfalls ausdrucksstark und ohne Fehler. Gegen starke Konkurrenz reichte es am Ende jedoch nur zu Platz fünf.

Die Konkurrenz bekam auch Alina Dutt zu spüren. Trotz guter Leistungen mit Ball und ohne Handgerät musste sie sich mit dem 13. (ohne Handgerät) und 14. Platz (Ball) zufriedengeben. Da sie dem jüngeren Jahrgang angehört, bleibt hier für die Zukunft eine Leistungssteigerung zu hoffen. Insgesamt waren die Trainerinnen Carolin Merkle und Laura Stark mit den Ergebnissen und Leistungen zufrieden, auch wenn man mit mindestens einem Sieg geliebäugelt hatte.

Nächster Halt: Deutschland-Cup

Ihren nächsten Auftritt haben die Ötlingerinnen in den Pfingstferien beim Deutschen Turnfest, in dessen Rahmen der Deutschland-Cup ausgetragen wird.sst