Lokalsport

Trotz Niederlage: TSVW-Youngster feiern Platz drei

Weilheims B-Jugend-Kicker beenden Saison als drittbestes Verbandsstaffelteam

Verabschiedet sich nach zwei Jahren als Weilheimer B-Jugend-Trainer mit Verbandsstaffelplatz drei: Armin Sigler hört vorerst aus
Verabschiedet sich nach zwei Jahren als Weilheimer B-Jugend-Trainer mit Verbandsstaffelplatz drei: Armin Sigler hört vorerst aus privaten Gründen auf. Foto: Deniz Calagan

Weilheim. Im einem temporeichen und abwechslungsreichen Spiel haben die B-Junioren-Fußballer des TSV Weilheim bei Meister VfL Nagold im letzten Saisonspiel der Verbandsstaffel trotz guter Leistung 2:4 verloren. Damit belegen die TSVW-Youngsters des scheidenden Trainers Armin Sigler in der Abschlusstabelle den dritten Platz – der größte Erfolg im Weilheimer Jugendfußball.

In einem offenen Spiel ließen beide Mannschaften weder Tempo noch Kampfgeist vermissen. Nagold, mit zehn Punkten Vorsprung Meister, ging dann auch nach der ersten guten Weilheimer Chance durch Bleron Visoka im direkten Gegenzug durch Philipp Schäuble mit 1:0 in Führung (6.). Weilheim blieb dran und kam zu einer Fülle von hochkarätigen Torchancen, die aber meist vom besten Nagolder, Torspieler Georg Holtgrewe, zunichte gemacht wurden. Auch einen Handelfmeter von Dogukan Dogan konnte er entschärfen (12.).

Nagold blieb durch Konter gefährlich. Einen davon nutzte Chris Hummel zum 2:0. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war Adrian Immel zur Stelle und köpfte das Leder zum 2:1-Anschlusstreffer ein (27.). Mit dem dritten Torschuss gelang der Heimelf der dritte Treffer. Stephan Sautter gelang durch einen weiteren Konter das 3:1. Weilheim schlug jedoch postwendend zurück. Paul Schempp verwandelte kurz vor der Pause einen weiteren Handelfmeter zum 3:2 (38.). Dies war gleichbedeutend der 100. Saisontreffer der Weilheimer Youngsters, die damit mit Abstand die beste Offensive der Liga stellen.

Nach dem Seitenwechsel blieb es weiter ein unterhaltsames Spiel mit einem klar überlegenen Gast aus Weilheim. Jedoch fehlte im Abschluss das Quäntchen Glück, das der VfL Nagold als Meister hatte. So war das 4:2 durch Chris Wolfer kurz nach dem Wechsel der einzige Treffer nach dem Wechsel.asi

TSV Weilheim: Valet – Immel, Skusa, Schempp, Nguyen – Brandner, Korn (66. Marinacci), Sari (61. Yankam), Haußer (71. Kara), Dogan – Visoka (48. Mank)

„Aus wenig viel gemacht“

Herr Sigler, sind Sie das beste Beispiel dafür, dass man aufhören soll, wenn‘s am schönsten ist?

Armin Sigler: Ich mache aus privaten Gründen erst mal ein Jahr Babypause, da ich vor zwei Wochen zum vierten Mal Vater geworden bin. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, danach wieder für den TSVW im Scouting-Bereich tätig zu werden, den Jugendkoordinator Uwe Heth allmählich aufbauen will.

Wie ist der dritte Platz Ihrer Mannschaft einzuordnen?

Sigler: Das ist überragend und vergleichbar mit dem, was Darmstadt in der Bundesliga geleistet hat. Dass wir als Provinzverein mit Teams wie Heidenheim und Großaspach, die ganz andere finanzielle Mittel haben, mithalten können, ist aller Ehren wert.

Nach Platz acht in der Premierensaison und Platz neun im vergangenen Jahr nun Dritter. Woran liegt‘s?

Sigler: Das Jugendkonzept, das noch vor meiner Zeit in Weilheim angestoßen wurde, trägt nun Früchte. Hier wird viel mit Zusammengehörigkeitsgefühl und Teamgeist erreicht und aus wenig viel gemacht.

Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Kann die B-Jugend nächste Saison um den Oberligaaufstieg mitspielen.

Sigler: Leider erweist sich unsere gute Rückrunde gewissermaßen als Fluch, da unsere Spieler dadurch heftig umworben werden. Einige werden den Verein wohl verlassen, andere haben zugesagt, dass sie bleiben, wenn die A-Junioren in die Verbandsstaffel aufsteigen.pet

Armin Sigler ist seit 17 Jahren Trainer im Aktiven- und Jugendbereich, hat dabei unter anderen auch die A- und B-Junioren des VfL Kirchheim in der Verbandsstaffel betreut. Der 42-Jährige lebt in Bissingen.

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