Lokalsport

TSV beendet den Fluch

Weilheim feiert ersten Sieg in Geislingen

Nach einem 4:2 (1:1)-Sieg am Samstag beim SC Geislingen ist der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga weiter auf dem Weg nach oben.

Geislingen. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Jonathan Bauer war die Freude groß bei den Verantwortlichen des TSV Weilheim. Gerade im Eybacher Tal konnten die Limburgstädter in einem Landesligaduell bisher noch nie gewinnen. Dass der Weilheimer Trainer Christopher Eisenhardt mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war, ist deshalb nicht verwunderlich: „Bis auf zehn Minuten haben wir es richtig gut gemacht.“

Das konnte der Geislinger Trainer Ulrich Haug über seine Mannschaft nicht sagen: „In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterher gelaufen.“ Haug ärgerte sich zudem über viele aus seiner Sicht falsche Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Deshalb musste er die letzten fünf Minuten der Partie von der Tribüne aus beobachten, nachdem er vom Schiedsrichterassistenten aufgefordert worden war, die Trainerbank zu verlassen.

Haugs Ärger nahm schon nach wenigen Spielminuten seinen Lauf, und das war nicht einmal die Schuld des Schiedsrichters. Der Weilheimer Christoph Bauer verwandelte einen Freistoß direkt zur frühen 1:0-Führung für die Limburgstädter. Allerdings mit gütiger Mithilfe des Geislinger Torwarts Jonas Pangerl (6.). „Den muss er einfach halten“, übte Haug hinterher deutliche Kritik an seinem Schlussmann. Danach kontrollierten die Weilheimer die Partie, ohne sich zunächst gute Torchancen herauszuspielen. Die beste hatte noch Felix Hummel, der sich aber den Ball etwas zu weit vorgelegt hatte, sodass der Geislinger Torwart gerade noch ans Leder kam (30.).

Der Geislinger Ausgleich fiel zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend. Nach der ersten und einzigen Unsicherheit in der Weilheimer Abwehr im gesamten Spiel gelang Fabian Falzone der glückliche 1:1-Ausgleichstreffer (37.).

Nach dem Seitenwechsel erwischte Eisenhardts Elf erneut einen Auftakt nach Maß. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da gelang Lennart Zaglauer mit einem sehenswerten Kopfball nach gut getimter Flanke von Tobias Heim mit dem 2:1 (48.) der erneute Führungstreffer. Es dauerte seine Zeit, bis sich die Gastgeber von diesem schnellen Gegentor erholten. Erst nach einer Stunde gab es die erste gute Möglichkeit für die Hausherren, doch der eingewechselte Niklas Kalafatis scheiterte in aussichtsreicher Position an einem Weilheimer Abwehrbein (61.).

Ansonsten taten sich die Geislinger Gastgeber ausgesprochen schwer, in der gut eingestellten Weilheimer Hintermannschaft eine Lücke zu finden. Bis in Strafraumnähe kombinierten die Geislinger zwar gefällig, aber es kam fast zu keinem gefährlichen Abschluss. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert“, lobte der Geislinger Trainer sein Team. Das nächste Tor erzielte aber der TSV Weilheim. Nach einer mustergültigen Vorlage von Christoph Bauer marschierte Yücel Uluköyli allein auf das Geislinger Tor zu und erzielte das vorentscheidende 3:1 (71.).

In der Folgezeit hätten die Gäste das Spiel schon deutlich früher für sich entscheiden können, doch der eingewechselte Timo Mader scheiterte in der 82. Minute am Geislinger Keeper. Als eigentlich keiner mehr damit rechnete, gelang dem SC Geislingen durch Benjamin Klement doch noch der 2:3-Anschlusstreffer (86.). Der TSV Weilheim ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Obwohl der SC in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, gelang dem eingewechselten Samuel Lopes Silva durch einen Konter noch das 4:2 (90.+3). me

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