Lokalsport

TSVÖ bleibt erstklassig

Luftpistole: Ötlingen Bundesligasiebter

Mission erfüllt: Dank eines 3:2-Sieges im letzten Saisonwettkampf über den SV Willmandingen haben die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen den Klassenerhalt in der Bundesliga als Siebtplatzierte geschafft. Zuvor hatte es eine 0:5-Niederlage gegen die gastgebende SGi Ludwigsburg gegeben.

Ludwigsburg. Spannung bis zum Schluss. Die Ötlinger haben sich trotz des klaren Ludwigsburger Siegs keinesfalls vorführen lassen. Achim Rieger hat an Position eins gegen Florian Brunner stark gekämpft. Mit 376 Ringen konnte er an die Leistung aus seinem letzten Wettkampf problemlos anknüpfen. Sein Gegner hatte mit 380 Ringen nach 40 Schuss nur einen leichten Vorsprung.

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Ähnlich erging es Jörg Kobarg gegen die Silbermedaillengewinnerin bei der Olympiade 2012 in London, Celine Goberville. Kobarg übertraf mit 377 Ringen sein bisheriges Durchschnittsergebnis deutlich. Nach der dritten Serie lag er lediglich mit einem Ring hinter seiner Gegnerin. Allerdings konnte diese ihren Vorsprung in der letzten Serie weiter ausbauen und am Ende mit 380 Ringen einen weiteren Einzelpunkt für ihre Mannschaft verbuchen. Markus Geipel und die für Ludwigsburg startende Julia Hochmuth hatten an dritter Position zum dritten Mal in der Bundesliga das Vergnügen. Aus den ersten beiden Begegnungen ging Geipel als Sieger hervor. An diesem Tag musste er sich mit 368:369 knapp geschlagen geben. Nach den ersten 30 Schuss waren beide noch gleichauf.

Etwas eindeutiger waren die Ergebnisse an vierter und fünfter Position. Stefan Scharpf musste sich gegen Franz Roth mit 370:378 geschlagen geben. Währenddessen konnte auch Torben Engel trotz einer guten zweiten Serie seinen Gegner Frederic Dzierzon nicht in Schach halten und musste seinen Einzelpunkt beim 360:373 an den Ludwigsburger abgeben.

Etwas mehr Glück und Zielgenauigkeit hatten die Ötlinger gegen den SV Willmandingen. Den ersten Punkt konnte Markus Geipel mit 379 Ringen verzeichnen. Sein Gegner Wolfgang Psenner konnte dem mit 372 Ringen kaum etwas entgegensetzen. Während beide Schützen nach der ersten Serie noch gleichauf gewesen waren, schaffte es Geipel, mit jeder weiteren Serie seinen Vorsprung aufzubauen.

Etwas spannender machte es Fabian Dröge an Position fünf. Dröge lag nach der ersten Hälfte des Wettkampfes noch mit zwei Ringen in Rückstand. Diesen konnte er in der dritten Serie jedoch aufholen und setzte schließlich in den letzten zehn Schuss mit 96 Ringen ein klares Zeichen. Mit 367:361 konnte er den zweiten Punkt für den TSVÖ verzeichnen.

Jörg Kobarg sorgte am Ende für den Höhepunkt. Seine Gegnerin Gabriele Haas hatte ihren Wettkampf bereits mit 375 Ringen abgeschlossen, und die Hochrechnung versprach vor dem letzten Schuss von Kobarg ein Stechen. Kobarg beendete seinen Wettkampf mit einer „10,0“ und 376 Ringen. Damit sicherte er den Sportschützen des TSVÖ den letzten und entscheidenden Einzelpunkt.

An Position eins konnte Achim Rieger an seine Leistung aus dem Wettkampf gegen Ludwigsburg anknüpfen. Mit 374 Ringen verließ er den Stand zufrieden. Allerdings traf er mit dem Slowenen Kevin Venta jedoch auf einen äußerst starken Gegner. Bei 374:387 Ringen musste sich Rieger schließlich mit deutlichem Abstand geschlagen geben.

In der Zwischenzeit hatte Stefan Scharpf an Position vier lediglich in der ersten und in der vierten Serie überzeugt. Zwei schwache Serien in der Mitte des Wettkampfes sorgten jedoch dafür, dass sein Gegner Thomas Bertsch mit 367:364 den zweiten Einzelpunkt für den SV Willmandingen retten konnte – am Ötlinger Sieg, der das Team auf Platz sieben im Abschlussklassement brachte, änderte dies freilich nichts mehr.sge