Lokalsport

Überraschungscoup in den Dolomiten

Das Teck-Team (hinten v. l.) mit Larissa Eichele, Pascal Bischof, Friedrich Lebküchner, Jens Haller, Karl Hack. Vorne: Marc-Andr
Das Teck-Team (hinten v. l.) mit Larissa Eichele, Pascal Bischof, Friedrich Lebküchner, Jens Haller, Karl Hack. Vorne: Marc-André Bischof, Thorsten Haller, Finn Haug. Foto: pr

Skirennsport Vom Gipfel des 2 518 Meter hohen Seceda genießt man einen grandiosen Ausblick auf die Grödner Dolomiten um Langkofel und Sella­gruppe. Für die 695 adrenalingeladenen Skirennläufer war das beeindruckende Alpenpanorama jedoch sekundär. Ihre konzentrierten Blicke richteten sich auf das, was vor ihnen lag: ein sechs Kilometer langer, mit 115 Toren ausgeflaggter Riesentorlauf. Der „Südtirol Gardenissima“, abgeleitet vom italienischen Namen für Gröden (Val Gardena), gilt als längster Riesentorlauf der Welt. Wer nach 1 033 Höhenmetern im Ziel auf 1 485 Metern Höhe gesund ankommen will, benötigt eine gesunde Mischung aus Wagemut, Kondition und Erfahrung. Ehemalige Skigrößen wie Marc Giradelli, Peter Fill, Peter Runggaldier oder die Lokalmatadorin Isolde Kostner haben den Gardenissima in 23 Jahren zu einem Prestige-Ereignis reifen lassen.

Zum siebten Mal ohne Unterbrechung dabei war auch eine Teck-Mannschaft um Teamchef Karl Hack aus Nabern. Der zweite Platz unter 18 klassierten Teams war der bisher größte Erfolg seit dem Einstieg im Jahr 2013. Das „Team Teck“ in der Besetzung Marc-André und Pascal Bischof (Dettingen), Finn Haug (Weilheim) sowie den beiden Bezirksläufern Jens Haller (Ulm) und Larissa Eichele (Heidenheim) unterlag lediglich dem favorisierten Juniorinnen-Europacup-Team des Deutschen Skiverbandes. „Wir waren schnell und ziemlich ausgeglichen, zumal die Piste hervorragend gehalten hat“, schwärmten die beiden Bischof-Brüder unisono nach dem überraschenden Coup.

Wo der Pokal am Ende stehen wird, konnte indes noch nicht beantwortet werden. Den Einzelpokal für den dritten Platz von Marc-André in der Kategorie Herrenklasse mit FIS-Punkten wird im Hause Bischof sicherlich einen besonderen Platz bekommen. Vierter wurde Pascal Bischof, Sechster Finn Haug.

Für den Tagesschnellsten, Mattia Casse aus Italien, war der Kraftakt bereits nach 3.30,52 Minuten vorbei. Mit neuem Streckenrekord bezwang der 29-Jährige den Österreicher Romed Baumann um neun Hundertstelsekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten reichten stellenweise bis an die 100 Stundenkilometer heran - Momente, die Marc-André Bischof liebt. Der 23-Jährige finishte nach 3.54,56 Minuten als Gesamt-25. von 539 klassierten Läufern vor Team-Kollege Jens Haller (26./3.54,80). Auch Pascal Bischof lieferte mit 3.57,98 Minuten (31.) eine starke Zeit ab. Nachdem Finn Haug mit 4.12,16 Minuten (88.) ebenfalls eine prima Fahrt hingelegt hatte, sicherte Larissa Eichele (161./4.23,06) den zweiten Platz in der Mannschaftswertung ab. Zufrieden mit seiner Leistung (5.32,20) war auch „Senior“ Karl Hack, auch wenn es „nur“ der 481. Platz wurde. „Ich habe die Herausforderung ein weiteres Mal angenommen und bin gesund im Ziel angekommen.“ Für Friedrich Lebküchner aus Nabern endete das Rennen hingegen unverletzt bereits am zehnten Tor nach einem Einfädler. Martin Moll

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