Lokalsport

Um die Rolle des Kronprinzen

Handball Mit dem Selbstbewusstsein des Derbysiegs gegen Owen fahren die VfL-Spieler nach Esslingen. Vor dem Verfolgerduell herrscht Optimismus.

Nach dem 28:25-Heimsieg gegen den TSV Owen steht für Bezirksliga-Handballer des VfL Kirchheim schon wieder ein Spieltags-Event an: Im Verfolgerduell bei Team Esslingen prallt der Tabellendritte auf den Zweiten – wer gewinnt, bekommt nach Punkten womöglich Tuchfühlung zum Spitzenreiter TSV Köngen und wird selbst zum heißen Platz-eins-Anwärter. In der Esslinger Schelztorhalle will die VfL-Mannschaft den nächsten Coup gegen eine direkten Konkurrenten landen.

Das Selbstvertrauen dazu ist da. Trotzdem gilt es für die Blauen, die Anfangsschwäche(n) in den letzten beiden Heimspielen abzulegen. Gegen die TG Nürtingen lag man anfangs mit sechs Toren, gegen den TSV Owen sogar mit sieben Tore, in Rückstand. An die Auswärtsspiele beim Team Esslingen haben die VfL-Spieler gute Erinnerungen, in der Bezirks- und Landesliga gab es in den letzten Jahren immer mal wieder Punktgewinne. Zudem gewann man im März 2016 in der Schelztorhalle auch das Final Four im Bezirkspokal.

Die von Volker Pikard trainierten Esslinger befinden sich seit geraumer Zeit auf Höhenflug. Lediglich beim Gastspiel in Kirchheim (17:24) sowie beim TSV Köngen (20:26) ließen die „Adler“ in dieser Saison beide Punkte liegen. Mittlerweile siegten die Zwiebelstädter in neun aufeinanderfolgenden Spielen und sind daheim noch ungeschlagen. Was die Kirchheimer anstachelt: In den jüngsten Trainingseinheiten ging die Mannschaft um Kapitän Roman Keller bemerkenswert konzentriert zu Werke.

Verzichten muss der VfL auf den immer noch an der Achillessehne verletzten Alexander Zoll sowie auf Rechtsaußen Simon Latzel, der nach einem kleinen medizinischen Eingriff für einige Tage Sportverbot erhielt. Trotz allem geht die Tecksieben optimistisch in die Partie, denn sie hat schon öfters gezeigt, dass die Spieler in der Lage sind, personelle Notsituationen aufzufangen. Zudem werden erfahrungsgemäß wieder zahlreiche VfL-Anhänger nach Esslingen fahren – vielleicht sorgen sie ja für eine ähnlich grandiose Stimmung wie zuletzt im Derby gegen Owen.jm

so wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel, Pradler, J. Mikolaj, Metzger, Sadowski, Schwarzbauer, Rudolph, Keller, Böck, Real, Heilemann

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