Lokalsport

Um Haaresbreite an den Top Ten vorbei

Mountainbike Manuel Fumic bestätigt als Weltcup-Elfter in Italien seine aufsteigende Form.

Manuel Fumic hat in Val di Sole überzeugt. Foto: Lynn Sigel
Manuel Fumic hat in Val di Sole überzeugt. Foto: Lynn Sigel

Val di Sole. Manuel Fumic hat beim Mountainbike-Weltcup in Val di Sole als Elfter nur knapp sein erstes Top-Ten-Resultat in diesem Jahr verpasst, zeigte aber eine deutliche Aufwärtstendenz - trotz Rückenproblemen, die er sich vor dem Rennen eingehandelt hatte und wegen denen er auf einen Start beim Short Track verzichtet hatte. Nach physiotherapeutischen Behandlungen waren ein Training auf der Strecke sowie das Hauptrennen jedoch möglich „Ich war sehr nervös, weil ich nicht wusste, ob der Rücken hält“, gestand Manuel Fumic, nachdem er als Elftplatzierter das Ziel erreicht hatte.

Zu Beginn hatte man ihn nur an 35. Position gesehen, doch immer wieder überholte Fumic gleich ganze Gruppen und sprang so ab der dritten Runde immer weiter nach vorne. Zur Hälfte der Distanz kam er auf Position zwölf an, und als es in die letzte Runde ging, hatte er den Franzosen Victor Koretzky kassiert und war auf Position zehn. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl“, so Fumic.

Von hinten kam allerdings noch der italienische WM-Zweite Gerhard Kerschbaumer, der dann auch noch den Franzosen Stephan Tempier auf Rang neun Windschatten bot. Am Ende fehlten Fumic fünf Sekunden auf Platz neun und drei auf Rang zehn. „Das war etwas unglücklich“, sagte Fumic und bedauerte, dass er die für die Olympia-A-Norm nötige Top-Ten-Platzierung nur haarscharf verpasst hatte. „Aber die Leistung zeigt, dass es aufwärts geht“, zog Fumic ein positives Fazit.

Schwarzbauer so gut wie nie

Diese Stimmungslage herrschte auch bei Luca Schwarzbauer. Der 22-Jährige aus Reudern fand in Lexware-Teamkollege Georg Egger einen Mitstreiter und beide fuhren langsam aber sicher von den Rängen 31 und 32 bis auf Position 22 und 23 nach vorne. In der vorletzten Runde schoben sie sich sogar auf 19 (Egger) und 20. Doch dann kam von hinten noch mal eine Gruppe mit dem Schweizer Lukas Flückiger und dem Norweger Erik Haegstad, und die beiden Deutschen verloren ihre Positionen wieder.

„Klar, wenn man an Platz 20 schnuppert, will man auch da hin. Aber was will ich mehr?“, stellte Schwarzbauer eine rhetorische Frage. Platz 22 war schließlich sein bestes Weltcup-Resultat. „Ich bin einfach glücklich, dass es für mich auf diesem Kletterkurs so gut gelaufen ist“, freute sich der Fahrer des MTB Teck.

Sein Vereinskollege Christian Pfäffle aus Neuffen verbuchte mit Platz 53 sein bislang bestes Saisonergebnis. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden“, sagte er.

Auch Pirmin Sigel durfte man nach dem 60. Platz im U23-Rennen eine gute Leistung attestieren. „Endlich konnte ich auch mal im Weltcup mein ganzes Potenzial ausschöpfen“, bilanzierte der Weilheimer.Erhard Goller

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