Lokalsport

Umstellung und Elfer bringen‘s

Fußball-Landesliga: TSV Weilheim schlägt TSGV Waldstetten mit 3:1

Fußball-Landesligist TSV Weilheim hat mit einem 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen die TSGV Waldstetten den zweiten Sieg in Folge gefeiert.

Fußball-Landesliga: TSV Weilheim (Rot) -TSGV Waldstetten (blau)
Fußball-Landesliga: TSV Weilheim (Rot) -TSGV Waldstetten (blau)

Weilheim. Trotz der vollen Punkteernte war Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt nach dem Schlusspfiff nicht ganz zufrieden: „Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, mehr Tore zu erzielen und zu viele Torchancen zugelassen.“ Dies änderte sich im zweiten Spielabschnitt, denn der Weilheimer Übungsleiter änderte seine Taktik, indem er von der Dreier- wieder auf die gewohnte Viererabwehrkette umstellte, wodurch die Gäste fast zu keiner Torchance mehr kamen.

In der ersten Hälfte lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Die erste Möglichkeit vergab André Kriks, dessen 15-Meter-Schuss nur ganz knapp am Waldstettener Tor (7.) vorbeistrich. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten durch Ferhat Karaca (9.) und Robin Eißele (14.) zwei ganz gute Einschussmöglichkeiten.

Es war schon etwas überraschend, dass die abstiegsgefährdeten Gäste zumindest in der ersten Halbzeit ein gleichwertiger Gegner waren. Die besseren Möglichkeiten hatten allerdings die Limburgstädter. Doch mit zwei glänzenden Paraden bewahrte der Waldstettener Keeper Bernd Stegmaier seine Farben vor einem drohenden Rückstand. Auf der Gegenseite machte es die Elf von Trainer Mirko Doll deutlich besser. Nach einer mustergültigen Flanke von Juan Vera Rubio hatte Robin Eißele keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einzuschieben (33.).

Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn Mike Tausch gelang fast im Gegenzug mit einem wahren Sonntagsschuss aus 30 Metern genau in den Torwinkel der 1:1-Ausgleichstreffer (35.). Den Weilheimern wäre fast noch das Führungstor gelungen, doch Ferdi Er scheiterte aus fünf Metern an Stegmaier (39.).

Nach dem Seitenwechsel die entscheidende Szene: Nach einer undurchsichtigen Aktion im Waldstettener Strafraum, als André Kriks bei einem Kopfballversuch behindert worden war, zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Nicht nur die Waldstettener, sondern auch die Weilheimer zeigten sich etwas überrascht. „Ein Körperkontakt war da, aber den muss man nicht unbedingt pfeifen“, meinte TSGV-Torhüter Stegmaier. Diese Chance ließ sich Ferdi Er nicht entgehen und verwandelte im Nachschuss, nachdem Stegmaier zunächst pariert hatte (49.). „Dieser Strafstoß hat das Spiel entschieden“, so Waldstettens Trainer Mirko Doll.

Seine Spieler zeigten sich ziemlich geschockt, kamen von da an nicht mehr richtig ins Spiel. Es gab bis auf einen Pfostenschuss von Juan Vera Rubio (87.) kurz vor Schluss keine Möglichkeit mehr. Die Limburgstädter machen es besser und erhöhten durch Ferdi Er nach Vorlage des eingewechselten Timo Mader auf 3:1 (74.). In den Schlussminuten hätte Lennart Zaglauer bei drei guten Torchancen für ein noch höheres Endergebnis sorgen können.me

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