Lokalsport

Und danach wird gefeiert

Der VfL will seine Aufholjagd in der Bezirksliga mit dem Relegationsplatz krönen

Drei Partien rücken am letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga noch in den Fokus. Auf den Sportplätzen in Nürtingen, Esslingen und natürlich besonders beim VfL Kirchheim stehen wichtige Entscheidungen an. Der VfL kann morgen gegen Absteiger TSVW Esslingen dafür sorgen, dass der Albtraum ein vorläufiges Ende nimmt.

Fehlt dem VfL Kirchheim beim morgigen Saisonfinale: Nicolo Incorvaia (rechts) macht zurzeit Urlaub, wäre im möglichen Relegation
Fehlt dem VfL Kirchheim beim morgigen Saisonfinale: Nicolo Incorvaia (rechts) macht zurzeit Urlaub, wäre im möglichen Relegationsspiel aber wieder mit an Bord.Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Nach dem wichtigen 5:1-Erfolg in Kuchen, dem direkten Kontrahenten um die Relegation für den Klassenerhalt, vor einer Woche, gilt es für die Teckstädter, mindestens einen Zähler gegen die Schießbude der Liga (bereits 90 Gegentreffer) zu ergattern. Dann wäre Teil eins des „blauen Wunders“ mit dem Erreichen der Relegation perfekt. Es wäre die Krönung einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde, die der VfL dann sogar auf Rang fünf beenden würde. „Deshalb gehe ich auch nicht mehr davon aus, dass wir uns jetzt noch die Butter vom Brot nehmen lassen“, ist sich der Sportliche Leiter Oliver Klingler sicher, dass zumindest die reguläre Saison noch ein positives Ende nimmt.

Etwas defensiver gestimmt ist derzeit noch Spielertrainer Markus Schweizer. „Trotz der guten Ausgangslage dürfen wir die Situation nicht unterschätzen und müssen hoch konzentriert bleiben. Wir haben in diesem Jahr schon einmal gegen einen Tabellenletzten mit 0:3 (FC Frickenhausen II) verloren.“ Doch auch Schweizer weiß, dass in der momentanen Verfassung ein VfL-Sieg sehr wahrscheinlich ist, zumal sich Wäldenbronn-Esslingen zuletzt regelmäßig höhere Niederlagen einfing. Zudem steht Kuchen beim Stadtrivalen RSK Esslingen vor der deutlich schwereren Aufgabe. Im Anschluss an das letzte Heimspiel wollen die VfL-Verantwortlichen die Saison mit der traditionellen Fan-Hocketse und der Verabschiedung ihres Torhüters beenden. Sven Rathgeb, der ganz mit dem Fußball aufhören wird, steht bisher als einziger Abgang fest. „Wir haben schon einiges erreicht und wollen das auch ein wenig zelebrieren. Wir hoffen, dass dieser Funke in diesem und einem möglichen Relegationsspiel auch auf unsere Zuschauer überspringt“, appelliert Schweizer an die Kirchheimer Fans.

Der Trainer kann morgen allerdings nicht auf seine beste Mannschaft bauen. Nicolo Incorvaia ist im Urlaub, stünde aber in einem Relegationsspiel wieder zur Verfügung. Hinter den Einsätzen von Michael Schweizer und Patrick Siegert (beide mi Oberschenkelproblemen) stehen noch Fragezeichen. Sollte der Kirchheimer Coup mit dem Verteidigen des Relegationsplatzes gelingen, wird Schweizer den möglichen Gegner (Oberesslingen, Wolfschlugen, Heiningen II oder Jesingen) in den Aufstiegsspielen der Kreisliga-A-Zweitplatzierten beobachten. Um in der Spielpraxis zu bleiben, ist ein Testspiel gegen Plattenhardt geplant, das als Relegations-Teilnehmer in der Bezirksliga Stuttgart in der gleichen Situation wie der VfL steckt.

Wer wird Meister? Diese Frage beschäftigt die Beletage des Bezirkes Neckar-Fils noch an der Spitze. Beim Showdown im Nürtinger Wörth-Stadion dürfte der FC Donzdorf, der die Aufstiegsrelegation bereits sicher hat, den Aufstieg der 09-Truppe von Trainer Daniel Teufel nach menschlichem Ermessen nicht mehr verhindern können. Die Lautertäler müssten mit sieben Toren Unterschied gewinnen. Die Meisterschaft und die Rückkehr in die Landesliga nach mehrjähriger Abstinenz werden sich die Nürtinger wohl kaum mehr nehmen lassen.

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