Lokalsport

Unterm Vulkan ist (zu) viel Power

Hinrundenbilanz In der Fußball-Kreisliga A2 stehen die SF Dettingen und der AC Catania im Titelkampf gegen den TSV Grafenberg vor einer Herkulesaufgabe. Von Reimund Elbe

Abklatschen: Die SF Dettingen rechnen sich im Meisterschaftsrennen was aus. Foto: Markus Brändli
Abklatschen: Die SF Dettingen rechnen sich im Meisterschaftsrennen was aus. Foto: Markus Brändli

Die SF Dettingen und der AC Catania Kirchheim haben ein Problem - und das heißt TSV Grafenberg. Ohne das Team aus dem Kreis Reutlingen wäre der Kampf um den Titel in der Fußball-Kreisliga A2 wohl eine reine Angelegenheit für die beiden Klubs aus der Teckregion.

Anzeige

Doch die Power, mit der der Vorsaisondritte unterwegs ist, lässt in Sachen Titelvergabe einiges erahnen. 13 von 15 Partien hat der TSV Grafenberg gewonnen, mit 57 Toren fast sechsmal so viele Treffer erzielt wie der Tabellenletzte aus Nabern.

Beeindruckende Zahlen, für die auch Angreifer Frieder Geiger mitverantwortlich ist. Der Kohlberger hat sich in seinem zweiten Aktivenjahr nochmals deutlich weiterentwickelt, mit 26 Treffern führt der Offensivmann nicht nur klar die Kreisliga A-Torjägerliste an, sondern hat bereits seine Vorsaison-Gesamtbilanz (23) vor der Winterpause übertroffen.

„Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir oben mitspielen wollen“, sagt SFD-Abteilungsleiter Christian Renz, „aber mit Grafenberg haben wir natürlich eine extrem starke Konkurrenz, wobei auch der AC Catania bei der Titelvergabe ein Wort mitreden dürfte.“ Beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer (1:3) Ende August fehlte den Dettingern noch der letzte Grip. Gegen Catania (3:1) machten es die Sportfreunde im November gegen den zweiten direkten Titelkonkurrenten besser. Bereits am 4. März kommt es für die SFD zum Schwur: Das Auswärtsspiel in Grafenberg wird zum Richtungsweiser. Zumindest in einer Teilwertung sind die Dettinger spitze. Mit 21 Punkten führen sie die Heimtabelle an - noch vor dem Widersacher aus der Vulkangemeinde.

Fast alle redeten in der Vorrunde vom Spitzentrio; fast schon unbemerkt sorgte jedoch der TSV Altdorf im Spätherbst für eine ganz besondere Note. Mit sechs Siegen am Stück katapultierte sich der TSVA vom vierzehnten auf den fünften Tabellenplatz. Die von Trainer Michael Kurz ausgegebene Maßgabe („wir wollen uns besser platzieren als in der Vorsaison“) wird vom Siebten der Spielzeit 2016/17 aktuell erfüllt.

Drei Teams aus der Teckregion waren direkt an den Rekordergebnissen der Vorrunde beteiligt. Der 10:2-Triumph des AC Catania Kirchheim am 24. September bei der Landesliga-Reserve des FV 09 Nürtingen war bereits ein Knaller, getoppt wurde dies nur noch vom 10:0 des TSV Weilheim II gegen den TSV Jesingen II zwei Wochen später.

Erstaunlich allerdings, welche Folgen die vermeintliche Demütigung für die Jesinger hatte. „Wir sind danach stabiler geworden“, rekapituliert TSVJ-Spielertrainer Gaetano Caruana. Mit aktuell 20 Zählern und Tabellenplatz neun haben sich die Lehenäcker-Kicker vorerst im Mittelfeld eingruppiert.

Weilheim noch ohne Remis

Die Weilheimer, auch nicht gerade ein Sinnbild für Konstanz in der ersten Saisonhälfte, haben neben dem höchsten Sieg der Vorrunde noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Das Team von Trainer Robert Walter ist als einziges noch frei von Unentschieden. Dies erbrachte allerdings nur 18 Punkte inklusive einer nicht wegzudiskutierenden Abstiegsgefahr.

In jener befindet noch stärker der TV Unterlenningen als Tabellendreizehnter, was weitgehend einer Horrorserie von sechs Niederlagen am Stück geschuldet ist. Das 2:0 beim TSV Oberensingen II am 19. November war der erste Sieg nach sechs punktlosen Partien und eine „regelrechte Erlösung“, wie es TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl formuliert. Mit dem 2:4 beim AC Catania hatte am 15. Oktober der Spuk für die Unterlenninger begonnen.