Lokalsport

Vereinszentrum des VfL startet Regelbetrieb

Die Handwerker im VfL-Vereinszentrum arbeiten am letzten Feinschliff, die ersten 200 Mitglieder stehen in den Startlöchern. Morgen ist Einweihung.

Kirchheim. Seit rund vier Wochen läuft bereits der Probetrieb. Morgen Vormittag um 10 Uhr beginnt für den VfL Kirchheim auch ganz offiziell ein neues Zeitalter. Architekten, Unterstützer, Handwerker aus mehr als 60 Betrieben und zahlreiche geladene Gäste aus Sport, Politik und Stadtverwaltung bilden am morgigen Samstag den Rahmen fürs große Finale. Nach mehr als fünfjähriger Planungszeit und entgegen aller Zweifel und Widerstände, die das 3,6 Millionen Euro teure Bauprojekt auf dem Weg zur Realisierung überwinden musste, ist Kirchheims größter Sportverein mit seinen Wünschen am Ziel. Gestern fand die baurechtliche Abnahme statt. Am Montag beginnt der Regelbetrieb.

Für VfL-Vereinschefin Doris Imrich endet damit eine nervenaufreibende Zeit, in der viel Überzeugungsarbeit nötig war. Darin, dass der Schritt hin zu zeitgemäßen Angeboten in modernem Rahmen für das Überleben des Vereins alternativlos sein würde. Heute sagt Imrich schlicht: „Ich bin unglaublich erleichtert, dass wir das geschafft haben.“

Der bisherige Trend gibt ihr recht: Rund 200 Mitgliedsverträge sind zum Zeitpunkt der Eröffnung bereits abgeschlossen, bis Jahresende sollen es die im Erstjahr angepeilten 400 sein, die Teil der Wirtschaftlichkeitsrechnung sind. Die Liste, die es abzuarbeiten gilt, ist schon jetzt lang. Dafür gibt es individuelle Beratung und eine persönliche Führung durchs Gebäude. „Wir wollen uns für jeden Zeit nehmen“, sagt Doris Imrich, die sich besonders darüber freut, dass besonders viele Neubürger und bisherige Passivsportler unter den Erstanmeldungen sind. Bis Jahresende gibt es Kennenlern-Angebote auch für Nichtmitglieder. Ab 2017 gelten dann die vorgesehenen Regeltarife. Spätestens nach 1 000 Vertragsunterzeichnungen – so die Rechnung der Ökonomen – soll der Betrieb in die Gewinnzone steuern. „In drei bis vier Jahren wollen wir das geschafft haben“, sagt Doris Imrich. Dann wäre immer noch Platz für 800 weitere Gäste, ehe das Multifunktionsgebäude mit Geräte- und Gruppenräumen, Saunen und Entspannungszonen an seine Kapazitätsgrenze stieße.

Während die Handwerker vor dem Eingangsportal noch Vorkehrungen treffen, dass die Gäste morgen sauberen Fußes nach drinnen gelangen, ist dort eine Baustelle bewusst offen geblieben: Die hohe Backsteinwand, die Privatspenden von Mitgliedern in Form von Bausteinen symbolisieren soll, hat noch Lücken. Will heißen: Hier geht noch was.

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