Lokalsport

Verfolger duellieren sich gleich doppelt

Kreisliga B In der Staffel 6 könnte Tabellenführer TSV Ötlingen am Sonntag bei einem Sieg seinen Vorsprung ausbauen.

Beten für Platz eins? Der TSV Ötlingen kann die Tabellenführung aus eigener Kraft verteidigen.Foto: Carsten Riedl
Beten für Platz eins? Der TSV Ötlingen kann die Tabellenführung aus eigener Kraft verteidigen.Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Ungern erinnert sich der geneigte Fußballfan an die Szenen vor gut einem Jahr bei der Partie TSV Notzingen gegen die TG Kirchheim, wo es aufgrund von einigen Missverständnissen zu tumultartigen Aufläufen und danach zum Spielabbruch kam - am Sonntag wird alles mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit skandalfrei über die Bühne gehen. „Unsere Fans haben schließlich dazugelernt“, meint TGK-­Coach Munya Chonyera, der auf fünf Stammspieler verzichten muss.

Tabellarisch sind die Voraussetzungen ähnlich wie im Vorjahr. Diesmal heißt es zwar nicht Zweiter gegen Erster, doch immerhin Vierter gegen Dritter. Aufgrund der Personallage ist Notzingens Coach Michael Panknin eher skeptisch. „Wir haben viele Verletzte und Angeschlagene und können uns halt nicht so gnadenlos hinten reinstellen wie die SGM Neuffen/Linsenhofen, die sich ein Remis gegen die TG ermauert hatte. Doch drei Mal hintereinander gegen die TG verlieren wollen wir auch nicht.“

Ein weiteres Verfolgerduell geht im Ohmdener Bergwald über die Bühne, wo der Tabellensiebte SGOH II und der TSV Beuren als Tabellenfünfter aufeinandertreffen. Nach der 1:4-Auftaktniederlage bei der TGK gab es drei Siege für den TSVB, nun soll der vierte in Serie folgen. „Beim Mitfavoriten hängen die Trauben zwar hoch, doch wir haben und dürfen nichts verschenken, wollen wir oben dranbleiben“, lässt Beurens Spielleiter Marcus Schur keine Zweifel an den Ambitionen der Kurörtler aufkommen, wenngleich Matthias Döbler (Urlaub) sowie Serdar Zengin (verletzt) fehlen werden.

SGOH-Kapitän Timo Spielvogel, der noch an den Folgen eines Bänderrisses laboriert, meint im Vorfeld: „Unsere Verletztenmisere ist groß. Angesichts dieser Lage ist Beuren Favorit. Dennoch werden wir alles probieren, um zu punkten und den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten.“

Während Spitzenreiter TSV Ötlingen mit Schlusslicht SGEH II keinerlei Probleme haben dürfte, hat der Überraschungszweite KSV Nürtingen mit der zweiten Garde der SF Dettingen schon eine etwas härtere Nuss vor der Brust.

Zwei Kellerduelle stehen schließlich noch an: Zum einen geht der TSV Oberlenningen als klarer Favorit gegen den SV Nabern II ins Rennen, zum andern wird der TSV Jesingen II bei der SGM Reudern/Oberensingen versuchen, dreifach zu punkten, um den jüngsten Aufwärtstrend zu bestätigen.Klaus Schorr

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