Lokalsport
Verträge unter dem Weihnachtsbaum

Handball Die TG Nürtingen hat die Personalplanungen für die nächste Zweitligasaison ihres Frauenteams bereits weitgehend geklärt. Kontinuität in fast allen Bereichen ist dabei das Schlagwort.

Die Zweitligahandballerinnen der TG Nürtingen vermelden die Vertragsverlängerungen des Trainerteams und nahezu der kompletten Mannschaft. Waren in den vergangenen Jahren Vertragsverlängerungen oft nur häppchenweise und teilweise erst spät bekannt gegeben worden, ist den Verantwortlichen der Handballabteilung der TG Nürtingen nun ein großer Coup gelungen: So früh wie noch nie ist die Tinte unter den Verträgen trocken und der Kader für die Saison 2023/24 steht bereits vor Weihnachten nahezu.

Mit Zwei-Jahres-Verträgen ausgestattet sind nun Benitta Quattlender, Hannah Hönig, Lisa Wieder und Vivien Natalello. Einen neuen Jahresvertrag unterschrieben haben Lea Schuhknecht und Nina Fischer sowie das Trainerteam Simon Hablizel, Mario Cecavac, Simon Schipper und Sem Schade. Gültige Verträge haben außerdem noch Kerstin Foth, Leonie Dreizler, Christine Hesel, Lenya Treusch und Maileen Seeger. „Ich freue
 

„Ich glaube, da geht noch was.
Simon Hablizel
Der Trainer der TG Nürtingen sieht die Mannschaft noch nicht am Ende ihrer Entwicklung.
 

mich riesig darüber, dass wir von einem so großen Teil der Mannschaft und dem Trainerteam gemeinsam Vertragsverlängerungen bekannt geben können“, betont TG-Sportchef Philipp Henzler. Die Mädels seien nicht nur ein Team auf dem Feld, sondern signalisierten mit einer gemeinsamen Entscheidung Zusammengehörigkeit und Vereinstreue.

Die Abteilungsleitung plant die Zukunft des Vereins mit großen Schritten. Abteilungsleiter Gunnar Fischer sieht es als wichtigen Baustein des Erfolges, dass das Team miteinander harmoniere. Aber auch eine weitere Nürtinger Besonderheit darf nicht unterschätzt werden: „Bei uns sind Spitzensport, Beruf und Vereinsleben im Einklang. Das Team setzt durch die Vertragsunterzeichnungen ein Ausrufezeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Lob bekommen die Offiziellen auch von Spielerinnenseite. So sagt etwa Keeperin Christine Hesel: „Erfreulich ist für mich, dass nicht nur langjährige Spielerinnen verlängert haben, sondern auch Neuzugänge. Frühzeitige Unterschriften erleichtern die Planung und geben ein gutes Gefühl.“

So ein Neuling im TG-Dress ist Linksaußen Hannah Hönig. Sie bekennt offen, dass Nürtingen schon sehr schnell wie eine zweite Heimat für sie geworden sei. „Ich kann hier meine Ausbildung mit einem familiären Umfeld, aber doch sehr professionellen Umgang vereinbaren“, so Hönig. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, uns in der zweiten Liga zu etablieren. Dabei möchte ich weiter helfen.“

Für Benitta Quattlender, die 2014 vom TV Nellingen zur TG kam, ist es in der aktuellen Saison besonders, dass die Leistung auf mehreren Schultern verteilt ist. Das starke Signal aus der Mannschaft, die Verträge frühzeitig zu verlängern, zeigt aus ihrer Sicht, dass der Weg der Turngemeinde in die richtige Richtung geht. „Wir haben als Mannschaft einen starken Zusammenhalt sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Genauso stimmt die Vereinsstruktur.“ Die Sportliche Leitung der TG hofft nun, dass die noch laufenden Gespräche mit internen und externen Rückraumspielerinnen auch zeitnah positiv abgeschlossen werden können.

Auch Trainer Simon Hablizel bleibt Mannschaft und Verein erhalten und blickt erfreut auf die Entwicklung. „Wir haben gemeinsam einen Weg eingeschlagen, den wir weiterverfolgen wollen“, sagt der 34-Jährige: „Ich habe noch nicht das Gefühl, dass Mannschaft und Verein am Ende der Entwicklung sind. Ich glaube, da geht noch was. Wir packen da gemeinsam gut zusammen an. Zudem freue ich mich auf weitere spannende Erlebnisse, weitere Siege und tolle Emotionen.“ pm/nz