Lokalsport

VfL peilt nach harter Landung einen Sieg an

Fußball-Bezirksliga Kirchheim erwartet Schlusslicht Plochingen – SGEH unter Druck

Kirchheim. Als der FV Plochingen im Juni gegen den FC Rechberghausen per 2:1 im Relegations-Showdown den Bezirksliga-Wiederaufstieg eintütete, weilte VfL-Spielertrainer Markus Schweizer in Dürnau unter den Zuschauern. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kreisliga-A2-Meister aus der Teckstadt seine Aufstiegsfeierlichkeiten bereits längst hinter sich. „Die Plochinger haben sich damals sehr gut präsentiert“, erinnert sich der VfL-Coach nun überrascht von dem bislang mäßigen Auftritt des FVP in neuen Gefilden.

In Punkten ausgedrückt: 18 Zähler trennen das Team von Kapitän und Trainer-Bruder Michael Schweizer (Bil: markus Brändli) als Tabellenvierter aktuell vom Liga-Schlusslicht. Schweizer misst der kommenden Partie große Bedeutung zu. „In den vergangenen Wochen mussten wir den ein oder anderen Tiefschlag verkraften“, erklärt er, „deshalb wäre es umso wichtiger, dass wir mit einem Heimsieg über Plochingen die Vorrunde beenden.“

Besonders nagt an ihm nicht nur die knappe 2:3-Niederlage beim Titelfavoriten SGM T/T Göppingen am vergangenen Sonntag, sondern auch das überraschende 2:5-Bezirkspokal-Aus vorgestern gegen den A-Ligisten SV Nabern. Die Laune steigern kann nun zweifellos ein Heimsieg. Vielleicht sei die Erwartungshaltung nach den vielen deutlichen Siegen in der Frühphase der Runde „nun doch etwas zu groß geworden“, sinniert der kickende Trainer ob der nicht mehr ganz so beeindruckenden Konstanz der vergangenen Spieltage. Gegen die Plochinger will Schweizer freilich keine Ausreden hören. „Jeder Spieler ist in der Pflicht, damit die drei Punkte bei uns bleiben.“

Um als Tabellenvierter die erste Halbserie zu beenden, ist allerdings auch ein Sieg zielführend: Der Tabellenfünfte TSV Oberensingen (mit 26 Zählern punktgleich) steht beim Abstiegskandidaten TSV Obere Fils vor einer durchaus machbaren Aufgabe.

Ganz andere Probleme plagen SGEH-Trainer Dieter Hiller. Nach einem fulminanten Saisonauftakt (drei Siege) und einer durch­schnittlichen Phase, ist seit sieben Spielen der Wurm drin. Von möglichen 21 Zählern holte die Sportgemeinschaft lediglich einen beim 2:2 gegen den FV Neuhausen am 9.  Oktober – der Absturz auf die Abstiegsränge droht.

Vom kommenden Gegner FV Vorwärts Faurndau können Kapitän Weger und Co. lernen. Nach einem missglückten Rundenstart sammelt der FV fleißig Punkte. Seit fünf Partien sind die Kicker aus dem Landkreis Göppingen ungeschlagen, kassierten in dieser Miniserie satte elf Punkte. Für die SGEH wird es übermorgen aller Wahrscheinlichkeit nach erneut ein unangenehmer Sonntagnachmittag.Reimund Elbe

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