Lokalsport

VfL steigt aus der Oberliga ab

Tischtennis Im entscheidenden Relegationsspiel gegen Niklashausen haben die Kirchheimer mit 4:6 das Nachsehen.

Manuel Mangold und der VfL schlagen kommende Saison in der Verbandsoberliga auf. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nach den knappen Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen war der VfL zum Ende der Rückrunde auf dem Relegationsplatz gelandet – das letzte Oberligaticket sollte also in einem alles entscheidenden Showdown mit dem Tabellenzweiten der Verbandsoberliga ausgespielt werden. Auf dem Papier waren die Gäste des SV Niklashausen zwar leicht favorisiert, bildeten aber dennoch keine unüberwindbare Hürde für den VfL.

Die Partie startete ausgeglichen: In den Doppeln konnten sich Hornstein/Gantert knapp durchsetzen, während Mangold/Geßner dem Spitzendoppel der Gäste in vier Sätzen unterlagen. Höchstes Niveau sowie ansehnliche und explosive Schlagabtäusche konnten die rund 70 Zuschauer in der LUG-Halle in den Begegnungen des vorderen Paarkreuzes mitverfolgen. Malcharek und Duffoo Guevara wurden ihren Favoritenrollen gerecht und konnten alle vier Zähler einfahren. Mangold und Geßner wehrten sich tapfer, drei der vier Spiele gingen sogar über die volle Distanz von fünf Sätzen. Am Ende fehlte jedoch das notwendige Quäntchen Glück, um die Waagschale Richtung VfL zu kippen. Besonders unglücklich agierte Manuel Mangold, der zum Matchball mit einem Aufschlagfehler servierte und letztendlich hauchdünn verlor.

Im hinteren Paarkreuz er­wisch­te Matthias Gantert einen Sahnetag und konnte sowohl Bereziuk als auch Degen mit kontrolliertem Offensivspiel in jeweils drei Sätzen in die Schranken weisen. Abwehrspezialist Luis Hornstein bot Ballwechsel der Extraklasse, und auch er konnte sich in seinem ersten Einzel durchsetzen. Beim Stand von 4:5 aus Kirchheimer Sicht sollte sein zweites Einzel über den Ligaverbleib entscheiden. Am Nebentisch hatte Gantert bereits gewonnen und auch in den Sätzen hatte der VfL die Nase vorn, sodass bei einem Unentschieden der Nichtabstieg garantiert gewesen wäre. Der Abwehrspieler, der in der kompletten Saison stets ein Punktegarant für den VfL war, startete gut. Im Verlauf des Matches fanden die knallharten Topspins von Bezeriuk jedoch immer öfter eine Lücke in Hornsteins Defensivspiel. Nach vier hart umkämpften Sätzen gelang es dem Polen schließlich, den vielumjubelten Punkt für Niklashausen zu erzielen und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga der Gäste perfekt zu machen.

Nach sechs Jahren in der Oberliga wird die erste Mannschaft des VfL kommende Saison in der Verbandsoberliga aufschlagen und damit wieder mit sechs statt vier Akteuren spielen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist eine sofortige Rückkehr in die fünfthöchste deutsche Spielklasse aber durchaus denkbar. mg

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