Lokalsport

VfL vor der drittletzten Hürde

Handball-Bezirksliga: Zweikampf zwischen Kirchheim und Weilheim geht in entscheidende Phase

Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Relegationsplatz in der Handball-Bezirksliga geht heute Abend weiter. Der Tabellenzweite VfL Kirchheim empfängt den Drittletzten TuS Stuttgart. Verfolger TSV Weilheim muss beim Spitzenreiter SG Hegensberg-Liebersbronn bestehen.

Trotz der Niederlage im direkten Duell mit Weilheim: Engelbert Eisenbeil und der VfL  haben im Kampf um Platz zwei die besseren
Trotz der Niederlage im direkten Duell mit Weilheim: Engelbert Eisenbeil und der VfL haben im Kampf um Platz zwei die besseren Karten.Foto: Markus Brändli

Kirchheim/Weilheim. Eine Woche nach der enttäuschenden Niederlage im Lokalderby gegen Nachbar Weilheim, erwartet die Kirchheimer heute Abend eine leichtere Aufgabe. Zumindest auf dem Papier. Gegner TuS Stuttgart steht auf dem zehnten Tabellenplatz und damit mitten im Abstiegskampf. Für den VfL gilt es nach der enttäuschenden Niederlage am vergangenen Spieltag möglichst schnell zurück in die Spur zu finden. Der Vorsprung auf Verfolger Weilheim beträgt seit Samstag nur noch ein mageres Pünktchen.

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Doch die Tecksieben ist vor dem heutigen Gegner gewarnt. Groß waren die Probleme im Hinspiel. Am Ende verloren die Blauen gleichermaßen knapp wie überraschend mit 27:28. Hinzu kommt, dass die Gäste aus Stuttgart nichts zu verschenken haben. Sie brauchen dringend jeden Punkt, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Beim VfL gibt es Steigerungspotenzial vor allem in der Abwehr. Dort ließ die Mannschaft von Engelbert Eisenbeil zuletzt den letzten Biss vermissen. Auch im Angriff mangelte es an Tempo. Zu selten spielten die Teckstädter ihre Spielzüge konsequent zu Ende. Zuversicht verströmt die Tatsache, dass der VfL in eigener Halle bisher meist überzeugte. Außerdem ist der Kader so gut wie komplett. Lediglich Marc Pradler wird die letzten drei Saisonspiele fehlen. Er ist zurzeit auf Auslandsreise.

Nach dem wichtigen Sieg am Wochenende und vor dem Gang zum Tabellenführer heute Abend ist die Stimmung beim TSV Weilheim entsprechend gut. Das Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz ist damit wieder spannend. Um den VfL am Ende noch abfangen zu können, müsste allerdings vieles glatt laufen. Beide Kontrahenten haben ein fast identisches Restprogramm. Auch die Kirchheimer bekommen es am nächsten Samstag noch mit dem Spitzenreiter zu tun, und beide Mannschaften treffen noch auf das abgeschlagene Schlusslicht TSV Grabenstetten 2. Am letzten Spieltag allerdings haben die Limburgstädter mit dem Fünften HSG Ebersbach/Bünzwangen das deutlich anspruchsvollere Programm. In Weilheim bewertet man die Chancen auf Platz zwei deshalb realistisch. Ganz abgeschrieben ist das Thema Relegation zwar nicht, doch der Optimismus ist eher gebremst. „Alles kann, nichts muss“, drückt es Weilheims Co-Trainer Timo Klein treffend aus.

Immerhin: Die Bilanz macht Mut.In der Rückrunde gewann der TSV jedes seiner Heimspiele, zog ins Final Four des Bezirkspokals ein und gewann das Rückspiel im Teckderby. Unterm Strich hat die Mannschaft die eigenen Erwartungen erfüllt und schaut daher gelassen auf die restlichen Spiele. Auch wenn der heutige Gegner SG Hegensberg-Liebersbronn die alles dominierende Mannschaft der Liga stellt. Unerwartet kommt der rasante Aufstieg der Esslinger nicht, Vor der Saison wechselten mehrere Spieler aus höheren Ligen zur SG. Darunter Namen wie Henning Richter oder Fabian Sokele, die über mehrere Jahre in der dritten Liga und in der Oberliga unterwegs waren. Drei Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung der Esslinger auf den Tabellenzweiten VfL Kirchheim sechs Zähler. Mit einem Heimsieg gegen Weilheim wären die Hegensberger auch rechnerisch nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Das Meisterstück wäre vollendet. Deshalb erwarten die Weilheimer eine hoch motivierte Heimmannschaft. Die wiederum trifft auf einen Gegner, der nichts zu verlieren hat. jm/pa

VfL Kirchheim: O.Latzel, Pisch, Sadowski, M.Mikolaj, S.Latzel, J.Mikolaj, Zoll, Rudolph, Schwarzbauer, Keller, Weber, Metzger

TSV Weilheim: Illi, Mayer; Braun, Banzhaf, Seyferle, Klett, Sigel, Auweter, Bauer, Späth, Stark, Steinke, Allgaier, Zettl