Lokalsport

VfL zieht die Blicke auf sich

Teckbotenpokal 24 Teams kämpfen ab morgen beim TV Neidlingen um den begehrten Wanderpokal. Die drei Bezirksligisten haben dabei die besten Karten. Von Max Pradler

Volle Kraft voraus: Bezirksligist VfL Kirchheim um Spielmacher Samuel Bosler (blaues Trikot) gilt bei der 57. Auflage des Teckbo
Volle Kraft voraus: Bezirksligist VfL Kirchheim um Spielmacher Samuel Bosler (blaues Trikot) gilt bei der 57. Auflage des Teckbotenpokals als einer der Favoriten.Foto: Markus Brändli

Fußball, Freunde, Familie: Diese drei Schlagwörter sollen den 57. Teckbotenpokal repräsentieren - so zumindest heißt es im Grußwort des Gastgebers TV Neidlingen. Die Rahmenbedingungen dafür sind einen Tag vor Beginn des Turniers jedenfalls vielversprechend. Die beiden Rasenplätze in der Schönbuchstraße liegen herrlich da und die neue Naturtribüne aus Rindenmulch macht ordentlich Eindruck.

Doch trotz der familiären Stimmung beim lokalen Fußball-Treff steht für die Teams der sportliche Erfolg im Vordergrund. Dass das Abschneiden beim Teckbotenpokal für die darauf folgende Saison allerdings kaum eine Rolle spielt, musste vergangenes Jahr der TSV Weilheim am eigenen Leib erfahren: Zunächst stand für die Limburgstädter im August der 17. Turniersieg zu Buche, zehn Monate später der Abstieg aus der Landesliga. Doch zumindest für eine breite Brust zum Saisonstart und jede Menge Prestige sorgt ein gutes Ergebnis beim renommierten Vorbereitungsturnier ganz gewiss.

TSVW muss sich erst finden

Trotz Abstieg, personellem Aderlass und runderneuerter Mannschaft gehört der TSVW aber auch diesmal wieder zum Kreis der Topfavoriten. Eine vergleichbare Ausgangslage hatte das Team um Trainer Benny Geiger bereits im Vorjahr: Damals verzeichneten die Weilheimer ebenfalls zahlreiche Zu- und Abgänge. Dass dies aber auch frische Kräfte wecken kann, stellte der TSVW prompt mit dem Turniersieg unter Beweis. „Wir wollen den Titel natürlich verteidigen, aber als Favoriten sehe ich uns nicht“, so Geiger. Vor allem in der Offensive müsse man sich erst noch finden. „In der Abwehr ist unser Gerüst hingegen zusammengeblieben.“ Was das Vorhaben Titelverteidgung erschweren könnte: Bei Erreichen der K.-o.-Runde würden dem TSVW urlaubsbedingt einige Spieler fehlen.

Die „Blauen“ mit breiter Brust

Gespannte Blicke zieht der VfL Kirchheim auf sich: Mit den erfahrenen Neuzugängen Nick Strohmaier, Jan Nagel, Felix Hummel und Raphael Maskow setzte der VfL zuletzt nicht nur auf dem Transfermarkt ein kleines Ausrufezeichen. Auch in den Testspielen gegen Verbandsligist Heiningen (1:2) und die Landesligisten Ebersbach (3:0) und Echterdingen (1:2) harmonierte die neue VfL-Elf schon eindrucksvoll miteinander. Dass die Teckstädter folglich mit breiter Brust ins Turnier gehen, unterstreicht Abteilungsleiter Marc Butenuth: „Wir wollen den Pokal gewinnen. Eine andere Zielsetzung macht für uns gar keinen Sinn.“

Ob die Kirchheimer als Favorit gelten, spielt für den 42-Jährigen keine Rolle: „Das ist uns egal. Unsere Spielweise und Einstellung ändert sich ja nicht, nur weil uns andere Teams so betrachten.“ Den nötigen Teamspirit für eine erfolgreiche Runde holten sich die „Blauen“ bereits vergangene Woche im Trainingslager in Südtirol. „Denn auch wenn wir den Teckbotenpokal sehr ernst nehmen, liegt unser Fokus natürlich auf der Bezirksliga-Saison“, betont Butenuth.

Sollten die Kirchheimer erwartungsgemäß die K.o-Runde erreichen, müssten sie die Samstagsspiele jedoch ohne ihren Chefcoach Michel Forzano bestreiten: Der 30-Jährige besucht an diesem Tag in Italien die Hochzeit seines Kumpels, Oberensingen-Spielmacher Michele Latte. Bei einem möglichen Halbfinale tags darauf stünde Forzano allerdings wieder an der Seitenlinie.

Außenseiter dürfen hoffen

Zwar fehlt mit Bezirksligist TSV Deizisau in diesem Jahr ein weiterer Titelkandidat, dafür erhoffen sich die A-Ligisten aus Wernau, Dettingen und Oberboihingen eine vielversprechende Außenseiterrolle.

Mannschaften geben Tipps ab

Großen Zuspruch im Starterfeld genießt der VfL Kirchheim: Zehn Teams tippen auf den einstigen Regionalligisten als Turniersieger. Ebenfalls standesgemäß im Kreis der Favoriten: Landesliga-Absteiger TSV Weilheim mit fünf Stimmen sowie Gastgeber TV Neidlingen mit vier. Der SV Westerheim, der in der Kreisliga A im Bezirk Donau/Iller spielt, erhielt eine Stimme. Vier Mannschaften enthielten sich der Tippabgabe.max

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