Lokalsport

Viel Zuversicht und ein wenig Kummer

Radsport Bei der 22. Auflage der Bissinger Meile könnte es morgen für Starter und Fans mollig warm werden.

Die Bissinger Meile erfreut Jung und Alt.
Die Bissinger Meile erfreut Jung und Alt. Archiv-Foto: Deniz Calagan

Bissingen. Der TV Bissingen hat vermutlich Glück. Erst ab Montag soll laut Wetterprognosen eine gewaltige Hitzewelle über Deutschland hinwegrollen. Bei der morgigen 22. Auflage der Bissinger Meile erhalten die Starter somit wohl lediglich einen Vorgeschmack auf die kommende Ultra-Schwitzphase.

Am Mittwoch traf in Bissingen die Zeitmessanlage ein, über den Brückentag hinweg bauten fleißige Helfer weitere Bausteine im Meile-Mosaik zusammen. So steht dem Kult-Vergnügen namens Bergzeitfahren nur noch wenig im Wege. Die Meile bietet Optionen für Frühaufsteher wie Spätberufene, denn von 10 bis 15 Uhr steht das Team des TV Bissingen für die Radler parat. Andreas Henssler, seit rund einem Jahrzehnt im TVB-Organisationsteam der Meile aktiv und seit drei Jahren dort in leitender Funktion unterwegs, zeigt sich erleichtert, dass auch diesmal wieder ausreichend Unterstützer tätig sein werden. „In der heutigen Zeit ist dieses ehrenamtliche Engagement sehr hoch zu bewerten“, betont er. Kummer bereite ihm derweil, dass das Festzelt zuletzt nicht mehr so gut frequentiert wurde.

1,6 Kilometer Strecke, rund 100 Höhenmeter sowie 6,6 Prozent Steigung lautet die Aufgabenstellung - zu bewältigen beispielsweise per Hightech-Rennrad, Mountainbike oder auf Stützrädern. Denn auch die jüngsten Kids sind bei der Sache. „Auch im Bobbycar fahren immer mal wieder Kinder nach oben, das kann dann schon eine Viertelstunde dauern“, weiß Henssler. Ein fast schnurgerades Asphaltband mit einem sachten Rechtsknick führt dabei vom Dachsbühl hinauf ins Ziel zu Füßen des Breitensteins. Womöglich tritt mit Streckenrekordler Jannik Steimle (2:38,02 Minuten) auch ein regionaler Radsportpromi an. Henssler traf den Weilheimer jüngst zufällig beim Radfahren. Steimle bekundete dabei zwar großes Interesse, hat aber einen proppenvollen Rennterminkalender.

Der Teilnehmerrekord steht seit zwölf Jahren bei 225 Radlern. Zuletzt pendelte sich die Zahl im Bereich von 150 bis 160 Startern ein. Schnellste im vergangenen Jahr: Der Jesinger Andreas Miller bei den Männern, bei den Frauen Claudia Haug aus Kirchheim. Zwar fuhr mit Katrin Himmel-Heimisch damals eine Teilnehmerin noch zügiger den Berg hinauf, startete jedoch in der Wertung E-Bike. Meile-Erfinder Ernst Pangerl stellte einst mit 3,30 Minuten den inoffiziellen Ur-Rekord auf. Der Selbstversuch bildete sozusagen den Auftakt für die Bissinger Meile. Danach stieg der TVB in konkrete Veranstaltungsplanungen ein. Reimund Elbe

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