Lokalsport

Viertelstunde fehlt zum Halbfinale

Catania 7:8 nach Elfmeterschießen – VfL weiter

Der AC Catania Kirchheim ist im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals im Elfmeterschießen beim B-Ligisten SGM Jebenhausen/Bezgenriet gescheitert. Dagegen ließ der VfL Kirchheim II nichts anbrennen und erfüllte seine Pflichtaufgabe beim Kreisliga B-Vertreter TSV Bad Boll II.

Kirchheim. Ein wahres Schützenfest feierte der Bezirksliga-Spitzenreiter 1. FC Heiningen mit einem 11:0 gegen den TV Unterboihingen. Damit stehen mit den beiden Bezirkligisten VfL Kirchheim II und dem 1. FC Heiningen, dem A-Ligisten TSV Notzingen und dem Kreisliga-B-Vertreter SGM Jebenhausen/Bezgenriet die vier Teilnehmer für das Final Four am 17. Mai fest.

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SGM Jebenhausen/Bezgenriet – AC Catania Kirchheim 8:7 n.E (3:3, 2:2, 1:1): Es war nicht nur die Niederlage, die Catania-Trainer Giuseppe Forzano ärgerte, sondern die Art wie sie zustande kam: „Auf diesem Platz war an Fußball nicht zu denken, dazu kamen noch die schlechten Lichtverhältnisse,“ schimpfte Forzano. Dennoch wollte er die Platzverhältnisse alleine nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wir waren einfach selbst schuld.“

In der Verlängerung hatte Michel Forzano die große Chance, mit dem vierten Tor für die Entscheidung zu sorgen, doch er scheiterte. Stattdessen patzte Catania-Keeper Pablo Lawall, der einen Schuss aus gut 30 Metern durch die Hosenträger rutschen ließ. Es war der Anfang vom Ende für den AC Catania Kirchheim im Bezirkspokal-Viertelfinale. Dabei hatte es relativ gut angefangen für die Elf von Forzano. Zunächst hatte der Bezirksligist Glück, als Ralf Schlee den Innenpfosten traf und Marc Hartmann mit dem Nachschuss erneut am Pfosten scheiterte (16.). Dem AC Catania dagegen gelang mit der ersten nennenswerten Einschussmöglichkeit durch Gabriele Rizzo die 1:0-Führung.

Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, denn fast im Gegenzug gelang den Gastgebern der Ausgleich. In der Folgezeit überboten sich beide Mannschaften an Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor. Auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz war es nicht einfach, sich gute Tormöglichkeiten heraus zu spielen. Auch im zweiten Spielabschnitt war die Begegnung über weite Strecken ausgeglichen, so dass beide Teams in die Verlängerung mussten. Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, als die Gäste erneut in Führung gingen, doch nach dem Missgeschick des Catania-Keepers und einem dramatischen Elfmeterkrimi reichte es zu keinem Happy End für die Kirchheimer.

Tore: 0:1 Gabriele Rizzo (26.), 1:1 Arnold Rausch (27.), 2:1 Marc Hartmann (46.), 2:2 Eigentor Tobias Köthe (69.) 2:3 Michel Forzano (91.), 3:3 Marc Hartmann (105.). Elfmeterschiessen: 4:3 Tobias Hamann, 4:4 Rizzo, Nico Groß scheitert an Torwart Pablo Lawall, 4:5 Daniel Attorre, 5:5 Köthe, Michel Forzano scheitert an Torwart Andreas Pittner, 6:5 Andreas Pittner, 6:6 Roberto Forzano, 7:6 Michael Stark, 7:7 Gianfranco Latte, 8:7 Hamann, Rizzo am Tor vorbei.

TSV Bad Boll II – VfL Kirchheim II 1:3 (0:2): Der Bezirkligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht, und das obwohl die Gastgeber fünf Spieler aus dem Landesliga-Kader zum Einsatz brachten. Von Beginn an setzten die Teckstädter die verstärke Elf des B-Ligisten mächtig unter Druck und hätten durch Gaetano Caruana schon frühzeitig in Führung gehen können. Auch die Gastgeber hatten nach einem Kirchheimer Abwehrfehler eine gute Möglichkeit, doch der Schuss von Fabian Latzko ging knapp am Tor vorbei.

Ansonsten dominierten in einer starken Anfangphase nur die Teckstädter, die dann auch folgerichtig durch ihren Torjäger Josip Colic verdient in Führung gingen. Nur kurze Zeit später wurde Ahmet Fidan im Strafraum beim Torschuss gehindert, und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich der ehemalige Oberligaspieler Marcel Helber nicht entgehen. Er verwandelte sicher zum 2:0. Der B-Ligist hatte in der ersten Hälfte noch eine gute Torchance durch einen abgefälschten Freistoß von Waldemar Hechler, den VfL-Keeper Timo Schurr gerade noch über die Querlatte lenken konnte. (31.)

Nach dem Anschlusstreffer im zweiten Durchgang musste der VfL Kirchheim II noch kurze Zeit bangen, doch Timo Schurr bewahrte seine Mannschaft beim Schuss von Jens Blessing erneut mit einer tollen Parade vor dem Ausgleichstreffer. Drei Minuten vor Schluss sorgte der eingewechselte Antonino Singh für die endgültige Entscheidung.

Tore: 0:1 Josip Colic (16.), 0:2 Marcel Helber (25./Foulelfmeter), 1:2 Nico Bräuning (78.), 1:3 Antonino Singh (87.).