Lokalsport

Vollgas vor der Winterpause: Eisenhardt will „alles raushauen“

Fußball-Landesliga Angriff ist die beste Verteidigung: Unter diesem Motto steht die Heimpartie des TSV Weilheim gegen den TV Echterdingen. Von Klaus Schlütter

Mit dem siebten Sieg nacheinander will der TSV Weilheim in die Winterpause gehen. „Wir hauen noch mal alles raus“, verspricht Trainer Christopher Eisenhardt vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag gegen den TV Echterdingen.

Die letzte Niederlage kassierte die Elf von der Limburg am 11. September mit 0:1 gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen. Danach blieb der TSVW zehn Spiele in Folge ohne Niederlage, holte 26 von 30 möglichen Punkten. Pirschte sich nach durchwachsenem Start in die Saison als Tabellenzweiter bis auf zwei Zähler an den „Herbstmeister“ von der Ostalb heran. Eine vielversprechende Ausgangsposition für die Rückrunde, die nach drei Monaten Pause am 3. März mit dem Heimspiel gegen Bad Boll fortgesetzt wird.

„Wir sind gut drauf“, betont Eisenhardt. Eine Feststellung, die alle statistischen Zahlen unterstreichen. Wenn seine Jungs von den letzten zehn Spielen die Hälfte in der letzten halben Stunde zu ihren Gunsten entschieden haben, spricht das für eine gute körperliche Verfassung, für ausgeprägten Teamgeist und für absoluten Siegeswillen. Die lobenswerte Trainingsbeteiligung zwischen 80 und 85 Prozent belegt diese Thesen.

Was die Mannschaft 2016/17 gegenüber den Vorjahren unterscheidet, ist die neue Torgefahr. In der Vergangenheit lag das Hauptaugenmerk auf einer stabilen Defensive. „Safety first“ hieß die Losung. Eisenhardt bevorzugt eine offensivere, variabel angelegte Spielweise mit vielen Positionswechseln. Herausgesprungen sind 41 Tore in 16 Spielen, die meisten der Liga vor dem TSV Heiningen (38) und den SF Dorfmerkingen (37). Fast so viel, wie in der ganzen vergangenen Runde zusammen (49). Und das, obwohl – oder gerade deswegen – der TSV keinen ausgesprochenen Torjäger aufzuweisen hat. Die Tore sind auf vielen Schultern verteilt. Dass mit Ferdi Er (9 Tore) der treffsicherste Spieler aus dem Mittelfeld kommt, spricht für sich.

Gegen Echterdingen will das torhungrige Team noch eine Schippe drauflegen. Die Elf von den Fildern stürmte sensationell an die Tabellenspitze, verteidigte fast die komplette Vorrunde den Platz an der Sonne. Bis ihr zuletzt gegen Bettringen und Bad Boll die Luft ausging. Sie deshalb zu unterschätzen, könnte die Stimmung beim Jahresausklang im Vereinslokal „Dolce Vita“ nach dem Spiel verhageln. Nach einer letzten Trainingseinheit am Sonntag trifft sich der TSV-Kader erst am 20. Januar wieder zu einer dreitägigen Teambuilding-Maßnahme in der vereinseigenen Hütte bei Gruibingen.

Dass Weilheim noch einen Satz nach vorne macht und als Tabellenführer überwintert, ist nicht anzunehmen. Die Mannschaft aus der 680-Seelen-Gemeinde Dorfmerkingen wird sich im Heimspiel gegen Abstiegskandidat TSV Weil­imdorf wohl kaum einen Ausrutscher erlauben. „Wir wollen unsere gute Ausgangsposition nicht verschenken“, unterstreicht Trainer Helmut Dietterle die Aufstiegsambitionen. Gegen Weilimdorf ist der Einsatz seiner beiden Top-Torschützen Fabian Weiß (10 Tore, Grippe) und Niklas Weißenberger (9, Venenentzündung) noch fraglich.

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