Lokalsport

Vom Kellerkind zur Spitzenkraft

Fußballbezirksligist SGEH winkt morgen die Tabellenführung – VfL gegen Mitaufsteiger

Spitzenspiel unter Flutlicht: Fußballbezirksliga-Primus TSV Deizisau empfängt morgen Verfolger SGEH. Der VfL erwartet Mitaufsteiger TSV Obere Fils.

Alles Kopfsache: Vor einem Jahr noch Schlusslicht, könnte die SGEH morgen die Tabellenführung in der Bezirksliga übernehmen. Fot
Alles Kopfsache: Vor einem Jahr noch Schlusslicht, könnte die SGEH morgen die Tabellenführung in der Bezirksliga übernehmen. Foto: Jörg Bächle

Kirchheim. Schnell verkraften muss der VfL Kirchheim die 2:5-Pleite gegen den FC Frickenhausen. Zumal das Ergebnis deutlicher aussieht als es eigentlich war und die starke VfL-Anfangsphase mit der 2:0-Führung etwas vergessen macht. Ähnlich sieht es auch Angreifer Nicolo Incorvaia: „Wichtig ist, dass wir daraus unsere Lektion lernen und uns weiterentwickeln. Wir hatten nämlich selbst Chancen zum 3:0 und bekommen, dann leicht vermeidbare Gegentore.“

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Als Rückschlag sieht der VfL-Torjäger die Niederlage gegen den Titelaspiranten ohnehin nicht. Denn schon morgen bietet sich die Gelegenheit, im Aufsteigerduell gegen den TSV Obere Fils weitere Zähler nachzulegen, um den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verpassen. Während der TSV Obere Fils für die meisten Bezirksligisten ein relativ unbeschriebenes Blatt ist, gelten für die Kirchheimer hier andere Bedingungen. Da VfL-Spielertrainer Markus Schweizer in Deggingen wohnt, ist er bestens im Bilde darüber, was die Stärken und Schwächen des Gegners betrifft. „Daher bin ich mir auch sicher, dass uns der Trainer optimal auf das Spiel vorbereiten wird“, sagt Incorvaia, der einen Heimerfolg fest eingeplant hat.

Personell sieht es bei den Blauen nach der Rückkehr der Urlauber wieder komfortabel aus. Lediglich Innenverteidiger Lucca Ruoff, der sich am vergangenen Spieltag verletzte, wird morgen Abend ausfallen.

Ursprünglich hätte die morgige Partie beim TSV Obere Fils stattfinden sollen. Weil die Flutlichtanlage in Wiesensteig allerdings noch nicht vollkommen installiert ist, bat der TSV um eine Spielverlegung an die Jesinger Allee. Für ein Abendspiel unter der Woche sicher nicht die schlechtesten Voraussetzungen, zumal dem VfL die Fahrt an den Albtrauf erspart bleibt.

Vor ungefähr genau einem Jahr stand die SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang nach einem total vermasselten Saisonstart auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga. Noch bis zur Winterpause rannten die Kicker von der Berghalbinsel diesem Rückstand hinterher, ehe sie sich in der Rückrunde aus dem unteren Tabellendrittel spielten und im gesicherten Mittelfeld landeten.

Heute sieht das Bild komplett anders aus: Neun Punkte aus drei Begegnungen, überzeugende Auftritte und darüber hinaus die Möglichkeit, im Duell mit dem TSV Deizisau die alleinige Tabellenführung zu übernehmen – eine vielversprechende Aussicht für das Team von Trainer Dieter Hiller, das am Sonntag vor allem dank einer unbändigen Moral gleich zwei Drei-Tore-Rückstände noch in einen Sieg drehte. Auf dieser Welle gilt es nun in der englischen Woche weiterzuschwimmen.

Mit den Deizisauern ist jedoch sprichwörtlich das „Team der Stunde“ auf der Alb zu Gast. In den ersten drei Spielen erzielte der Aufstiegsfavorit jeweils vier Tore, was in erster Linie die starke Offensivleistung des TSV um Ceyhun Selvi, Kevin Siekermann, Benjamin Widmaier und Flügelflitzer Alassane Braun unterstreicht. Letzterer allerdings verletzte sich am Sonntag in der Partie gegen den TSV Denkendorf und musste bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt werden. Sein Einsatz morgen steht daher noch auf der Kippe. Deizisaus Spielleiter Thomas Stiehl will die SGEH auf Distanz halten: „Gegen unseren direkten Konkurrenten kann natürlich nur ein Sieg geplant sein. Aber es wird sicher ein interessantes Spiel auf der Berghalbinsel.“