Lokalsport

Von Anfängern und Fortgeschrittenen

Fußball Neuling TV Neidlingen und der VfL Kirchheim starten mit unterschiedlichen Erwartungen am Sonntag in die Bezirksligasaison. Die SGEH hofft im dritten Jahr auf mehr Stabilität. Von Reimund Elbe

Bloß nicht zu früh hinlegen: Bezirksliga-Aufsteiger TV Neidlingen weiß nicht so recht, wo er in dieser Saison steht.Foto: Markus
Bloß nicht zu früh hinlegen: Bezirksliga-Aufsteiger TV Neidlingen weiß nicht so recht, wo er in dieser Saison steht.Foto: Markus Brändli

Die Hauptdarsteller sind bereit, die Show kann beginnen. Die drei Bezirksligisten aus der Teckregion blicken allesamt optimistisch auf die am Sonntag beginnende Saison. Bei einem prickelt es besonders: Auch wenn beim Neuling TV Neidlingen in der Vorbereitung nicht alles rund lief, sagt Spielertrainer Patrick Kölle: „Das ist Vergangenheit, jetzt freuen wir uns auf unser erstes Spiel in Neckartailfingen.“

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Für Kölle ist der erste Gegner ein „echter Gradmesser“. Nicht ohne Grund: Die Neckartailfinger - in der zweiten Saison trainiert von Ex-SGEH-Übungsleiter Georgios Karatailidis - gehen in ihre 15. Bezirksligarunde - ohne Unterbrechung wohlgemerkt. Was sie zu leisten imstande sind, zeigte der TSV im Vorbereitungsspiel gegen den Landesligisten FV 09 Nürtingen vor gut zwei Wochen mit einem glatten 2:0. „Wir werden mit Sicherheit nicht nur mauern“, verspricht Kölle, der am Aileswasen jede Gelegenheit für schnelles Umschaltspiel nutzen will. „Wenn wir einen Punkt mitnehmen, können wir von einem guten Start in die Runde reden.“ 14 Spieler umfasst der Neidlinger Kader für das erste Match, einige sind noch im Urlaub oder angeschlagen. Dass der Abstiegskampf bei aller Zuversicht ein Thema sein wird, ist zu befürchten.

Beim VfL Kirchheim dürfte man sich darüber keinen Kopf zerbrechen. „Wir gehen unseren Weg weiter“, betont Spielertrainer Markus Schweizer vor dem Rundenauftakt in Faurndau. „Ich habe ein gutes Gefühl vor dem Start“, sagt Schweizer, obwohl er als Coach in der Vorbereitung „Höhen und Tiefen“ erlebt habe. Faurndau? „Knifflig, aber nicht unlösbar“, lautet die Einschätzung des VfL-Trainers, dessen Rechnung sechs Zähler aus den ersten drei Partien (es folgen der TSV Neckartailfingen und die SGEH) beinhaltet. Optimismus zieht der Coach des letztjährigen Vierten vor allem aus der überzeugenden Leistung beim 2:1 über den Landesligisten TSV Köngen am vergangenen Sonntag. „Doch nicht nur dieser Sieg ist eine gute Basis, sondern auch die erfreuliche Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen“, sagt er.

Ein 9:1 als Stimmungsmacher

Viel Kraft wird auch das Team der Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler/Hochwang benötigen, um sich in der dritten Bezirksligasaison nach dem Wiederaufstieg aus dem Abstiegskampf herauszuhalten. Die Mannschaft von Dieter Hiller holte sich mit einem 9:1 gegen den B-Ligisten TSV Ötlingen am Dienstag im letzten Test nochmals einen Schuss Selbstvertrauen. Das 2:0 gegen den Bezirksligisten TSV Bernhausen war ein weiterer Schritt zu mehr Stabilität. Zum ersten Heimspiel rückt nun am Sonntag Wiederaufsteiger TSV Berkheim an, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison den TSV Wendlingen mit einem 1:0 vom Thron stürzte und als A1-Meister den direkten Aufstieg schaffte. Ein Heimerfolg wäre ein Grundstein für das übergeordnete Ziel der SGEH: „So lange wie möglich in der Bezirksliga blieben“, gibt Kapitän Marc Weger die Losung aus.