Lokalsport

Vorsicht vor dem Lückenbüßer

Basketball Die Knights gastieren am morgigen Samstag bei den Gladiators Trier, die am Mittwoch überraschend gegen Kellerkind Ehingen verloren haben.

Igor Perovic erläutert seinen Matchplan - ob der Kirchheimer Trainer auch für das Spiel in Trier ein erfolgsbringendes Rezept ha
Igor Perovic erläutert seinen Matchplan - ob der Kirchheimer Trainer auch für das Spiel in Trier ein erfolgsbringendes Rezept hat? Foto: Tanja Spindler

Coronabedingt mussten in den vergangenen Wochen bereits einige Spiele in der 2. Basketball-Bundesliga verschoben werden - ein Umstand, der viele Profisportligen bundesweit betrifft. Nachdem die Ritter zunächst beim Auftakt gegen Jena direkt betroffen waren, kam es nun zur zweiten Spielverschiebung, da die Mannschaft von Phoenix Hagen, die eigentlich am morgigen Samstag in Kirchheim hätte antreten sollen, sich derzeit in Quarantäne befindet. Da mit Bremerhaven ein weiteres Team in Quarantäne steckt, haben sich die beiden betroffenen Mannschaften aus Trier und Kirchheim zusammengetan und ihr Duell vom 2. Januar vorgezogen - Not macht bekanntlich erfinderisch.

Mit bislang fünf absolvierten Spielen stehen die Teckstädter im Vergleich zu anderen Mannschaften sehr gut da, was den anvisierten Terminplan betrifft. Gegner Trier konnte bislang erst zwei Spiele absolvieren. Die Mannschaft von Trainer Marco van den Berg befand sich bis zur vergangenen Woche in Quarantäne und spielte am Mittwoch erst ihr zweites Saisonspiel gegen Ehingen. Gegen den bis dato noch sieglosen Nachbarn der Kirchheimer mussten sich die Gladiators überraschend mit 83:86 geschlagen geben.

Besonders schwer wog dabei der Ausfall von Kapitän Jermaine Bucknor, der angeschlagen aus der Quarantäne zurückgekommen war und geschont wurde. Mit einem Einsatz gegen Kirchheim rechnen die Teckstädter jedoch.

„Aggressiv und physisch“

Bereits in den ersten Minuten des Spiels verletzte sich außerdem Kalidou Diouf. Ob er gegen die Ritter eingesetzt werden kann, ist äußerst fraglich. Ohne die beiden Forwards hatten die Trierer dem Ehinger Frontcourt wenig entgegenzusetzen. Dennoch zeigten die Gladiators besonders im dritten Viertel ihre Klasse. Innerhalb weniger Minuten wurde ein zweistelliger Rückstand in eine Führung umgewandelt. „Trier spielt extrem aggressiv und physisch. Sie versuchen die Spiele auf diese Art und Weise zu entscheiden“, sagt Knights Head-Coach Igor Perovic, der vor allem vor Jermaine Buknor warnt. „Mit ihm kommt noch mal eine andere Präsenz auf das Parkett. Mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten kann er Spiele entscheiden. Er ist ein Schlüsselakteur.“

Die Trierer arbeiten im Kollektiv. Dies zeigt sich auch in der Verteilung der Punkte in den ersten beiden Spielen. 18 Punkte gingen aufs Konto von Kapitän Bucknor im Spiel gegen die Artland Dragons. Ihm folgen mit Kevin Smit (10,5) und Robert Nortmann (11) zwei weitere Akteure, die für eine zweistellige Punkteausbeute gut sind. Aufgrund einer Verletzung in der Vorbereitung reagierten die Trierer nochmals und verpflichteten Jonathan Dubas nach. Der Schweizer Nationalspieler zeigt sich bislang für 11,5 Punkte pro Partie verantwortlich.

„In diesem Spiel wird es um Einstellung und Mentalität gehen. Trier ist immer unangenehm zu spielen“, sagt Geschäftsführer Chris Schmidt, „da gilt es von Beginn an dagegen zu halten und seinen Mann zu stehen.“ cs

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