Lokalsport

Warmlaufen für den Showdown

Fußball-Bezirksligist VfL Kirchheim bastelt weiter am „blauen Wunder“

Punktgleich, aber die schlechtere Tordifferenz: Fußball-Bezirksligist VfL Kirchheim ist vor dem 28. Spieltag nach wie vor eifriger Jäger des FTSV Kuchen. Bevor es am 31. Mai an der Fils zum Showdown um den vermeintlichen Relegationsplatz 13 kommt, müssen die angriffslustigen Kirchheimer am Sonntag in Nellingen ran.

Im Höhenflug: VfL-Sturmroutinier Antonino Singh und die Kirchheimer Bezirksligakicker wollen ihre Erfolgsserie morgen in Nelling
Im Höhenflug: VfL-Sturmroutinier Antonino Singh und die Kirchheimer Bezirksligakicker wollen ihre Erfolgsserie morgen in Nellingen nach Möglichkeit fortsetzen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. In der östlichen Filderregion soll das aktuelle VfL-Zwischenhoch seine Fortsetzung finden. „Wir glauben an uns“, sagt VfL-Spielertrainer Markus Schweizer, dessen Worte nach dem mitreißenden 7:1 gegen den FC Rechberghausen überzeugter denn je klingen. Die Duftmarke im Abstiegskampf ist zweifellos gesetzt. Zudem musste der kommende VfL-Gegner in dieser Saison seine Ansprüche und Erwartungen gewaltig zurückschrauben. Noch an Weihnachten gab es fast keinen Zweifel unter den Experten, was den Tipp des kommenden Bezirksliga-Meisters betraf. Der TV Nellingen war das Maß aller Dinge, drohte gar der Konkurrenz gänzlich zu enteilen. Von der Dominanz ist nicht mehr viel übrig geblieben, das Team taumelt nur noch dem Rundenende entgegen. Platz vier dürfte letztendlich übrig bleiben.

Auch der Blick in die Hinrunde ist ein Mutmacher für die Kirchheimer Kicker. Gegen den TVN bot die Kirchheimer Mannschaft, damals noch von Patrick Gühring und Robin Jaksche trainiert, die beste Leistung der gesamten Vorrunde und unterlag nach großem Kampf an der Jesinger Allee unglücklich 2:3.

Allerdings sind die VfL-Spieler dieses Mal noch mehr unter Zugzwang, denn dem Rivalen FTSV Kuchen bietet sich am Sonntag beim Heimspiel gegen den vom VfL abgeschossenen FC Rechberghausen die exzellente Gelegenheit, zu punkten. Ein Zähler sollte es somit mindestens für den VfL sein, um eine einigermaßen passable Ausgangsbasis für den Auftritt im Kuchener Ankenstadion eine Woche später zu haben.

Das Momentum spricht aktuell freilich für die Teckstädter: Während Schweizer und seine Mannen drei der vergangenen fünf Partien gewannen, holten die Kuchener Kicker in dieser Zeit keinen einzigen Punkt. Die Hatz der beiden Vereine um den Rettungsanker Relegationsplatz könnte freilich vom FC Frickenhausen II empfindlich gestört werden. Das Täles­team spekuliert auch noch auf den Sprung Richtung Relegation.

So spannend der Kampf um Platz 13 ist, so nervig ist die Abhängigkeit von der Landesligatabelle. Bargau? Abgestiegen. Bettringen? Wohl auch. Davor tummeln sich derzeit in der Staffel 2 gleich vier Mannschaften aus dem Bezirks Neckar/Fils. Zwei davon steigen wohl ab, einer geht in die Relegation. Das „blaue Wunder“ (Markus Schweizer) ist somit nach wie vor von vielen Faktoren abhängig.

Kirchheim wartet auf ein Wunder, Nürtingen auf einen weiteren Schritt zur Realisierung der „Vision 2020“ (Verbandsliga-Zugehörigkeit). Der Bezirksliga-Tabellenführer vom Wörth muss lediglich noch den punktgleichen Verfolger FC Donzdorf abschütteln. Am Sonntag empfängt der FV den Namensvetter aus Faurndau. Auf die Donzdorfer wartet die unangenehme Aufgabe beim TSV Neckartailfingen. Interessant, zu sehen, wie die FCD-Kicker die Finalniederlage im Bezirkspokal gegen Berkheim vergangenen Sonntag in Jesingen verdaut haben.

VfL-Abteilungsleiter Oliver Klingler findet deutliche Worte

Klare Ansage Vor dem Hintergrund der verheißungsvollen Ausgangslage im Kampf um den Relegationsplatz findet VfL-Abteilungsleiter OIiver Klingler deutliche Worte: „Wir haben es selbst in der Hand, wenn wir es jetzt nicht schaffen, wäre das absolut enttäuschend.“ Vier Neue Klingler steckt mit seinen Mitstreitern Claus Maier, Armin Meißner und Karl Magg momentan in den Kaderplanungen für kommende Saison, gibt sich diesbezüglich allerdings noch bedeckt: „Vier Zusagen von neuen Spielern haben wir schon, wollen aber warten, bis die abgebenden Vereine informiert sind, bevor wir Namen nennen.“ Umworben Zum Zankapfel gerät derweil A-Junior Pascal Hermann, den der TSV Köngen als Neuzugang meldet, der VfL allerdings unbedingt halten will. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, so Klingler.pet

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