Lokalsport

Warmschießen fürs Derby

Handball-Bezirksliga: TSV Weilheim schlägt tus Stuttgart und wartet nun auf den VfL

Die Bezirksliga-Handballer des TSV Weilheim bleiben in der Erfolgsspur. Dank eines 32:21 (12:10)-Heimsieges gegen tus Stuttgart festigte der TSVW den dritten Tabellenplatz. Der Blick richtet sich nun auf das Teckderby gegen den zweitplatzierten VfL Kirchheim am übernächsten Samstag.

Maßarbeit: Benjamin Banzhaf und die Weilheimer Handballer haben tus Stuttgart nach packendem Spiel bezwungen. Foto: Markus Bränd
Maßarbeit: Benjamin Banzhaf und die Weilheimer Handballer haben tus Stuttgart nach packendem Spiel bezwungen. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Personell angeschlagen gingen die Limburgstädter in das letzte Spiel vor der Osterpause. Fabian Zettl signalisierte beim Warmlaufen, dass die Schmerzen an der Schulter zu stark seien. Florian Braun wurde aufgrund eines grippalen Infektes nur für Siebenmeterwürfe eingesetzt.

Anzeige

Dass es auch ohne die beiden Leistungsträger geht, zeigten die Weilheimer bereits zuvor beim Sieg im Bezirkspokal gegen den SV Vaihingen II. An die Leistung aus dem Viertelfinalsieg konnte Weilheim gegen Stuttgart allerdings nicht anknüpfen. Im Angriff blieb vieles Stückwerk, die Spielanlage war zu statisch. Nur selten gelang es den Gastgebern, den großgewachsenen Abwehrverbund der Stuttgarter zu überwinden.

Die Gäste, ohne Rückraumspieler Arnold Schneider, dafür aber mit Lukas Siebler angereist, zogen ihr gewohntes Spiel auf: Im Rückraum wurde immer wieder Siebler durch „Kreuzen“ in Wurfpositionen gebracht, die er sicher nutzte. Insbesondere der Weilheimer Innenblock agierte hier zu passiv. So führten die Gäste in der 17. Minute mit 5:7. Weilheims Trainer Alen Dimitrijevic, zu diesem Zeitpunkt restlos bedient von der Darbietung seiner Mannschaft, nahm eine Auszeit. Fortan stand zumindest die Abwehr besser als in der Anfangsphase. Durch einen 4:1-Lauf innerhalb der nächsten sieben Minuten ging der TSVW mit 9:8 in Führung. Bis zur Pause konnte der Vorsprung auf 12:10 ausgebaut werden.

In der zweiten Halbzeit gelang dem TSV Weilheim ein Start nach Maß. Durch Tore von Späth und Seyferle setzten sich die Weilheimer auf 14:10 (32.) ab. Die Gastgeber dominierten in den folgenden Minuten das Geschehen, ohne zu überzeugen. Zwischenzeitlich konnten die Stuttgarter immer wieder auf zwei Tore verkürzen, wie beispielsweise in der 46. Minute (19:17) oder in der 52. Minute (21:19).

Glück hatten die Limburgstädter in der 56. Minute, als die Stuttgarter beim Stand von 22:20 für Weilheim bei einem Siebenmeterstrafwurf Nerven zeigten und den Strafwurf neben das Tor warfen – hätten sie ihn verwandelt, wäre es eine dramatische Schlussphase geworden. Doch so brachte der TSVW den knappen Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit und gewann letzten Endes mit 23:21.

Entscheidend für den Sieg war der breiter aufgestellte Kader der Heimmannschaft. Der TSVW konnte dadurch die Ausfälle von Zettl und Braun kompensieren und immer wieder ausgeruhte Spieler einwechseln, ohne einen Qualitätsverlust zu erleiden. Mit dem zeitgleichen Sieg des VfL Kirchheim über den TSV Köngen ist nun alles angerichtet für ein packendes Teckderby am Samstag in einer Woche.pa

TSV Weilheim: Illi, Mayer – Braun (3/3), Banzhaf (3), Seyferle (3), Klett (1), Sigel (1), Auweter (1), Bauer (1), Späth (2), Stark (3), Steinke (4), Allgaier (1)

tus Stuttgart: Methfessel, Huijsman – Siebler (8), Kühnke, Zesch (2), M. Böhme (2/1), S. Böhme, Stubner (1), Klauke (3/2), Goldschmid (1), Kalt (1), Heix (2/2), Luft, Greiner (1)