Lokalsport

Weilheim begräbt Hoffnungen auf den Relegationsplatz

Fußball-Landesliga Eisenhardt fordert vor dem Gang morgen nach Nürtingen sechs Punkte bis zur Winterpause.

Lennart Zaglauer und die Weilheimer Offensivabteilung sind jetzt gefordert.Foto: Carsten Riedl
Lennart Zaglauer und die Weilheimer Offensivabteilung sind jetzt gefordert. Foto: Carsten Riedl

Weilheim. Im vorletzten Spiel vor der Winterpause muss der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga morgen (14.30 Uhr) beim Tabellendrittletzten FV 09 Nürtingen antreten. Nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Spielen haben die Limburgstädter kaum noch realistische Chancen auf einen der ersten beiden Tabellenplätze. „Ich mache mir keine Hoffnungen mehr“, sagt Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt.
Fünf Spiele ohne Sieg – für den Coach sind viele Faktoren dafür verantwortlich. Eine sich ständig veränderte Anfangsformation aufgrund zahlreicher Verletzter, einfachste Abwehrfehler, die am Ende nicht mehr auszubügeln waren, und ein grob fahrlässiger Umgang mit Torchancen. Jetzt möchte Eisenhardt wenigstens das Jahresende erfolgreich gestalten. „Wir wollen sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen“, sagt Eisenhardt, dessen Mannschaft am 2. Dezember noch NAFI Stuttgart empfängt.
Dafür müssten die Limburgstädter aber vor allem in der zweiten Halbzeit ihrer Begegnungen ein anderes Gesicht zeigen. „Die letzten beiden Spiele gingen verloren, weil wir nach der Pause ganz schwach gespielt haben“, sagt Eisenhardt. „Daran müssen wir arbeiten.“ Bis auf die beiden Langzeitverletzten Tim Ross und Marc Kevin Theimer können morgen alle im Kader ihren Beitrag dazu leisten.
Die beiden Nürtinger Trainer Manuel Rothweiler und Oliver Scherb sind etwas bescheidener, was ihre Ziele anbelangt: vier Punkte aus zwei Partien. Das heißt, eines der letzten beiden Heimspiele gegen die Weilheimer oder den TV Echterdingen will man gewinnen. Für Rothweiler durchaus machbar: „Wir können bis auf Heiningen an einem guten Tag jede Mannschaft in der Liga schlagen“, meint er selbstbewusst. Obwohl der einst ruhmreiche FV mit nur 13 Zählern auf einem Abstiegsplatz steht und bereits drei Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz hat, spürt das Trainerduo offenbar keinen Druck: „Wir wussten, dass es eine schwere Saison werden wird“, sagt Rothweiler. „Deshalb lief bisher alles so, wie wir es erwartet hatten.“
Der Trainer weiß: Um gegen Weilheim erfolgreich zu sein, müssen seine Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen. „Wir lassen uns von den zuletzt schwachen Spielen der Weilheimer nicht blenden“, sagt er. „Wir wissen, welch großes Potenzial in der Mannschaft steckt.“ Wie sein Kollege Eisenhardt kann auch Rothweiler morgen auf eine starke Formation vertrauen.
Eitel Sonnenschein herrscht derzeit beim Tabellenführer 1. FC Heiningen, der morgen den Tabellenvorletzten SG Bettringen empfängt. Dass die stolze Heimbilanz von sieben Siegen dabei in Gefahr geraten könnte, glaubt kaum jemand. Trainer Denis Egger jedenfalls ist wild entschlossen, als Tabellenführer zu überwintern. Den Plan durchkreuzen könnte der TSGV Waldstetten. Der Tabellenzweite mit einem Zähler Rückstand und einem Spiel weniger hat noch drei Heimspiele gegen den TSV Bad Boll, den TSV Baustein plus das Nachholspiel gegen den 1. FC Frickenhausen. Bei drei Siegen ginge die Elf von Trainer Mirko Doll als Spitzenreiter in die Winterpause. Klaus-Dieter Leib

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