Lokalsport

Weilheim bricht den Bann

Fußball-Landesliga: TSV macht es beim 4:1 gegen Buch unnötig spannend

Nach drei Spielen ohne Sieg hat der TSV Weilheim mit einem 4:1 (2:1) gegen den TSV Buch seine Negativserie in der Fußball-Landesliga beendet.

Spielplan

Weilheim. Der Erfolg der Limburgstädter war völlig verdient. Der einzige Wermutstropfen war die Rote Karte für Weilheims Innenverteidiger Martin Kirschmann. Dem Weilheimer Trainer Alexander Hübbe stand die Freude über den Erfolg ins Gesicht geschrieben. In den letzten drei Begegnungen war seine Mannschaft zumindest ein gleichwertiger Gegner, doch das Ergebnis sprach eine andere Sprache.

Endlich wieder einen „Dreier,“ den sich die Weilheimer in der zweiten Hälfte allerdings hart erarbeiten mussten. Dabei hätten sie bereits nach einer halben Stunde Spielzeit deutlich in Führung liegen müssen. „Wir hätten uns nicht beklagen können, wenn wir nach einer halben Stunde schon aussichtslos in Rückstand geraten wären“, meinte Buchs Trainer Harald Haug. Auch Hübbe ärgerte sich über die schlechte Chancenverwertung zu Beginn des Spiels.

Nach 25 Spielminuten stand es durch Tore von Steffen Kuch (4.) und ein Eigentor von Michael Kiecke (11.) lediglich 2:0 für Weilheim. Zuvor hätten Lennart Zaglauer, dessen Schuss der Gästekeeper gerade noch mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenken konnte (3.) und Andre Kriks, der einige Minuten später einen Schritt zu spät kam, für mehr Tore sorgen können. Auch in der Folgezeit fehlte das nötige Glück, als Andre Kriks mit einem sehenswerten Fallrückzieher scheiterte. Den Ball konnte der Buchener Abwehrspieler Markus Bolkart für seinen bereits geschlagenen Torhüter gerade noch von der Torlinie holen (23.). Nur wenig später traf Lennart Zaglauer nach einer tollen Kombination das halb leere Tor nicht (24.).

Der Gästetrainer ärgerte sich über die verschlafene Anfangsphase: „Dass wir schwach beginnen, zieht sich schon durch die ganze Saison.“ Bedingt durch den zu diesem Zeitpunkt nicht erwarteten Anschlusstreffer durch Benjamin Jenuwein (27.), der praktisch aus dem Nichts kam, wurden die Gäste immer besser. Bis zum Seitenwechsel gab es aber auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen mehr.

Auch im zweiten Spielabschnitt erwischten die Limburgstädter den besseren Start, und Andre Kriks hatte erneut kein Glück, als er nur den Torpfosten traf (46.). Auch sein Mannschaftskamerad Ferdi Er machte es bei einem weiteren Pfostentreffer (65.) nicht besser. Fast im Gegenzug dann beinahe der Ausgleich: Nach einer Notbremse von Martin Kirschmann, der dabei den Ball gespielt hatte, sah der Innenverteidiger die Rote Karte (66.). Eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Phillip Salver. Weil die Aktion im Strafraum passierte, gab es zudem Elfmeter. Diese Chance ließ sich Patrick Sailer entgehen. Er schoss das Leder über einen Meter am Tor vorbei (66.).

Nur sechs Minuten später gab es zum Unmut der Weilheimer erneut Elfmeter. Wieder die große Chance für die abstiegsgefährdeten Gäste, den Ausgleich zu erzielen. Dieses Mal probierte Schewetzky sein Glück, doch auch er zeigte Nerven und scheiterte an Torwart Bastian Treiber (72.). Viel Glück zu diesem Zeitpunkt für die Weilheimer. Für die endgültige Entscheidung sorgte Bauer mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 3:1 (75.). Trotz allem gaben die Gäste immer noch nicht auf und hatten erneut Pech, als der eingewechselte Muhammed Yilmaz nur die Querlatte traf (81.). Für den Schlusspunkt in einem vor allem in der zweiten Halbzeit verrückten Spiel sorgte Lennart Zaglauer mit dem 4:1-Endstand in der Nachspielzeit (90.+1).me

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