Lokalsport

Weilheim II statt Jesingen in Relegation

Fußball Nach einem Sportgerichtsurteil ändert sich die Abschlusstabelle der Kreisliga A2 zu Ungunsten des TSVW. Von Peter Eidemüller

Aufmunternder Applaus tut Not: Die Weilheimer Kreisligakicker um Trainer Robert Walter müssen in die Relegation. Foto: Markus Br
Aufmunternder Applaus tut Not: Die Weilheimer Kreisligakicker um Trainer Robert Walter müssen in die Relegation. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Dramatische Wende im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A2. Wie das Sportgericht des Bezirks Neckar/Fils gestern Mittag mitteilte, werden dem TSV Weilheim II die drei Punkte für den 4:0-Sieg im letzten Spieltag gegen den FV 09 Nürtingen II abgezogen, da ein nicht spielberechtigter Kicker aus dem Weilheimer Landesligakader mitgewirkt hatte, der bereits beim Spiel der TSVW-Ersten am Vortag dabei war.

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Ein Lapsus mit Folgen: Statt die Runde mit 37 Punkten auf Platz neun sicher zu beenden, müssen die Weilheimer nun in der Relegation um den Verbleib in der Kreisliga A bangen. Am Samstag kommender Woche (23. Juni) kämpft der TSVW II in Großbettlingen um den letzten Startplatz gegen den Vizemeister der B-Staffeln 4 (TSV Neckartailfingen II), 5 (VfB Neuffen) oder 6 (TSV Beuren). „Wir wollten uns keinen Vorteil verschaffen. Das war ein Fehler, an dem verschiedene Leute beteiligt waren“, sagt Paul Schrievers, TSVW-Abteilungsleiter und Spieler der „Zweiten“ in Personalunion, der von einer „Jetzt-erst-recht“-Stimmung unter der Limburg berichtet: „Wir haben die Chance, das aus eigener Kraft auszubügeln und ich sehe uns auch stark genug, dass wir es schaffen.“

Nutznießer des Blitz-Entscheids, dem der Einspruch der Nürtinger vorausgegangen war, ist der TSV Jesingen. Die „Gerstenklopfer“ klettern vom 13. auf den zwölften Platz und sind damit definitiv gerettet. „Klar nehmen wir das gerne mit, aber eigentlich hatten wir zum Saisonende hin gezeigt, dass wir in der Liga nichts verloren haben“, gibt sich TSVJ-Abteilungsleiter Peter Martsch vor dem Hintergrund des Klassenerhalts am grünen Tisch demütig - die Unzufriedenheit über das Auftreten der Mannschaft in den vergangenen Wochen ist groß in den Lehenäckern. „Aber egal, für uns heißt es nun: neue Chance, neues Glück“, sagt Martsch, der sich um den Nachbarn aus Weilheim in der Relegation übrigens keine Sorgen macht. „Die werden da locker durchspazieren.“

In der Tat könnte die Erfahrung mit Entscheidungsspielen für den TSVW sprechen. Vor zwei Jahren hatte die Landesligareserve als Vizemeister der Kreisliga B6 zunächst die Konkurrenten der Nachbarstaffeln eliminiert, ehe im Duell ums letzte Kreisliga-A-Ticket der TV Unterlenningen bezwungen wurde.