Lokalsport

Weilheim stolpert vor dem Ziel

Der TSV muss nach einem 0:1 gegen Waldstetten auf Heininger Ausrutscher hoffen

Nach der überraschenden 0:1 (0:0) Heimniederlage gegen den TSGV Waldstetten ist unter der Limburg Ernüchterung eingekehrt. Der TSV Weilheim ist auf dem besten Wege, in der Fußball-Landesliga seine gute Ausgangsposition im Schlussspurt zu verspielen.

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Weilheims Marco Parotta (in Rot) lässt hier Claudio Römer aussteigen. Der TSV konnte gegen Waldstetten in der zweiten Hälfte all
Weilheims Marco Parotta (in Rot) lässt hier Claudio Römer aussteigen. Der TSV konnte gegen Waldstetten in der zweiten Hälfte allerdings nur eine Viertelstunde lang überzeugen.Fotos: Genio Silviani

Weilheim. Von einer unglücklichen Heimniederlage konnte keine Rede sein, denn die Gäste hatten sich den Sieg durch eine taktische Meisterleistung redlich verdient. Vor allem in der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften Fußball-Magerkost. Auf beiden Seiten gab es fast keine nennenswerten Torchancen. Nur ein Kopfball von Gäste-Stürmer Maximilian Knödler strich knapp über die Weilheimer Querlatte (42.) Ansonsten überboten sich beide Teams an Harmlosigkeit. Vor allem vom TSV Weilheim hatten sich die über 200 Zuschauer nach der Glanzleistung eine Woche zuvor beim TSV Köngen mehr erwartet. Stattdessen bot die Elf von Trainer Alexander Hübbe zumindest bis zur Pause ihre bisher schlechteste Saisonleistung. Seit der 0:2-Niederlage im Spitzenspiel beim FC Heiningen ist bei der Hübbe-Elf zunehmend Sand im Getriebe. Einzige Ausnahme: der 7:1-Erfolg gegen eine extrem ersatzgeschwächte Köngener Mannschaft. Vor allem zu Hause haben die Limburgstädter Probleme. Auch gegen den TSV Buch gelang vor zwei Wochen kein Tor.

Gestern dauerte es fast eine Stunde lang bis zur ersten nennenswerten Gelegenheit. Es gleichzeitig war der erste Schuss von André Kriks, den Torwart Bernd Stegmaier mit einer glänzenden Parade um den Pfosten (58.) lenkte. Danach schien der Knoten geplatzt zu sein, denn wenige Zeigerumdrehungen später entwischte erneut Kriks seinem Gegenspieler, scheiterte jedoch abermals am Gäste-Keeper (61.). Auch beim darauffolgenden Eckball stand Waldstettens Schlussmann im Mittelpunkt, als er einen Kopfball von Emrah Polat entschärfen musste. Es war die beste Phase der Limburgstädter, allein das Tor fehlte.

Auch die Gäste hatten ihre Möglichkeiten. Schulers Flachschuss parierte Uttikal allerdings glänzend (65.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Weilheimer hatten noch zweimal Gelegenheit, in Führung zu gehen, doch Kriks zeigte sich überrascht, als ihm das Leder frei vor dem Tor vor die Füße fiel (67.). Zwischen der 58. und 72. Spielminute war das 0:0 vor allem Waldstettens Torwart zu verdanken.

Als wenige Minuten später Martin Kirschmann nach wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah (77.), war es vorbei mit der Weilheimer Überlegenheit. Als eigentlich keiner mehr damit gerechnet hatte, gelang den Gästen durch einen platzierten Flachschuss von Maximilian Knödler neun Minuten vor Schluss noch der Siegestreffer. Eine starke Viertelstunde war gestern zu wenig. Eine Niederlage, die den TSV Weilheim besonders schmerzt. Nach dem klaren Heininger 4:0-Sieg in Bargau haben die Limburgstädter den Direktaufstieg nicht mehr selbst in der Hand.me

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