Lokalsport

Weilheimer erleben ihr blaues Wunder

Landesliga Der TSVW verliert sein Heimspiel gegen Hinterbänkler TSV Blaustein mit 1:2 und den zweiten Tabellenplatz an den FC Heiningen.

Kein Durchkommen: Yücel Uluköyli und der TSV Weilheim haben sich an Blaustein die Zähne ausgebissen. Foto: Genio Silviani
Kein Durchkommen: Yücel Uluköyli und der TSV Weilheim haben sich an Blaustein die Zähne ausgebissen. Foto: Genio Silviani

Das hatten sich die Verantwortlichen des TSV Weilheim ganz anders vorgestellt. Ein Heimsieg gegen den TSV Blaustein war fest eingeplant. Doch nach nicht einmal elf Spielminuten lagen die Limburgstädter bereits 0:2 in Rückstand - für den Weilheimer Trainer Christopher Eisenhardt unerklärlich: „Es kann einfach nicht sein, dass wir in der Anfangsphase solche Abwehrfehler machen.“ Die Gäste schossen im ersten Spielabschnitt insgesamt nur zweimal aufs Weilheimer Tor und beides Mal trafen sie ins Schwarze. „Im Fußball entscheiden letztendlich die Tore“, resümierte der Blausteiner Trainer Pater Passer.

Dabei war es relativ einfach, wie die Blausteiner die Treffer erzielten. Nach einer Flanke von Max Schmid hatte Benjamin Passer keine Mühe, das Leder völlig frei vor dem Weilheimer Tor zum 0:1 über die Linie zu schieben (7.). Vier Minuten später kam es für den TSVW noch schlimmer. Nach einem Flankenball erzielte Marius Veith mit einer Kopfballbogenlampe das 0:2 (11.). „Was ich nicht verstehe ist, wie eine Mannschaft gewinnen kann, die nur eineinhalbmal aufs Tor geschossen hat“, fragte sich TSVW-Coach Eisenhardt nach der Begegnung.

Seine Spieler zeigten sich trotz allem wenig beeindruckt und kamen durch einen Volleyschuss von Lennart Zaglauer nach Vorarbeit von André Kriks zum 1:- Anschlusstreffer (17.). Die Begegnung war nun wieder völlig offen, aber zur Verwunderung der gerade mal 100 Zuschauer im Lindachstadion verflachte die Partie immer mehr. Es gab kaum noch gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste Möglichkeit vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich hatte Yücel Uluköyli. Nach einem sehenswerten Solo von André Kriks, als dieser auch den Blausteiner Torwart umkurvt hatte, legte dieser uneigennützig quer auf Uluköyli, doch sein Schuss aus elf Metern ging um Zentimeter am Tor vorbei (45.).

Im zweiten Spielabschnitt musste sich was ändern - dies wusste auch der Weilheimer Übungsleiter. Mit Marvin Heth und Felix Hummel brachte TSVW-Trainer gleich zwei frische Kräfte, und dies wäre fast vom Erfolg gekrönt gewesen. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt und Timo Mader kam frei zu Schuss, doch der Ball strich ganz knapp über das Blausteiner Tor (47.). In der Folgezeit spielte nur noch eine Mannschaft und das waren die Hausherren. Die Blausteiner verteidigen nun mit Mann und Maus und das recht erfolgreich, denn den Weilheimer Spielern fiel wenig ein, um die dicht gestaffelte Blausteiner Hintermannschaft in Verlegenheit zu bringen. In der Schlussphase erhöhten die Limburgstädter das Risiko, aber ohne den gewünschten Erfolg. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit eigentlich recht gut gemacht. Es fehlte aber im Abschluss einfach das Quäntchen Glück“, meinte Trainer Eisenhardt. me

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