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Weilheimer jubeln spät

Fußball-Landesliga: Markus Schweizer gelingt das 1:0-Siegtor in Waldstetten​

Der TSV Weilheim ist in der Fußball-Landesliga eine Minute vor Schluss auf die Erfolgsspur zurückgekehrt: Durch ein Tor in der 89. Minute kamen die Limburgstädter zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg beim TSGV Waldstetten. Der Schütze des goldenen Treffers war Markus Schweizer.

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Weilheimer jubeln spät
Weilheimer jubeln spät

Waldstetten. Als keiner mehr der knapp 150 Zuschauer damit rechnete, schlugen die Weilheimer zu: Mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern gelang Markus Schweizer der entscheidende Treffer zum 1:0-Erfolg (89.). Weilheims Elf war vor allem im ersten Spielabschnitt das bessere Team gewesen und hatte schon da aufgrund der Chancenzahl die Führung verpasst. Die besten Einschussmöglichkeiten wurden vergeben.

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Nach vier Spielminuten scheiterte Ferdi Er mit einem Distanzschuss an Waldstettens Torwart Bernd Stegmaier, der das Leder mit einer tollen Parade über die Querlatte lenkte. Nach der starken Anfangsphase verflachte die Partie zunächst und es gab kaum Höhepunkte auf beiden Seiten. Waldstettens erste Möglichkeit gab es nach eine halben Stunde Spielzeit, als Weilheims Keeper Philipp Uttikal gerade noch vor dem heranstürmenden Angreifer Maximilian Knödler klären konnte (31.). Ein Weckruf für die Weilheimer Mannschaft, die jetzt aufdrehte: Bis zum Seitenwechsel spielten jetzt praktisch nur noch die Limburgstädter. Doch besten Einschussmöglichkeiten wurden da vergeben. Zudem fehlte das nötige Quäntchen Glück – vor allem bei einer Riesenchance für Kai Hörsting. Nach einem mustergültigen Flankenball von Michele Latte hatte Hörsting Pech, dass Waldstettens Torwart klären konnte (33.). Wenige Minuten später stand wieder der TSGV-Keeper im Mittelpunkt, als dieser einen Flachschuss von Emrah Polat entschärfte (40.), kurz danach stand auch noch das Aluminium im Weg. Nach einer Flanke von Lennart Zaglauer köpfte Ferdi Er das Leder an die Querlatte (43.).

Nach dem Seitenwechsel war noch keine Minute gespielt und die Hausherren hatte ihre beste Gelegenheit nach der ersten Unsicherheit in einer ansonsten sehr sicher wirkenden Weilheimern Hintermannschaft. Doch Stürmer Maximilian Knödler schoss das Leder frei stehend aus acht Metern am Tor vorbei. „Den hätte meine Großmutter rein gemacht“, ärgerte sich ein Waldstettener Zuschauer über das Auslassen der bisher besten Chance im ganzen Spiel. Zudem zog sich Knödler den Unmut seines Trainers zu – wenige Minuten später wurde der Spieler ausgewechselt. Die Limburgstädter konnten im zweiten Spielabschnitt in keiner Phase an die guten Leistungen der ersten Halbzeit anknüpfen. Die Gastgeber hingegen waren bemüht, doch das Weilheimern Tor brachten sie bis in die Schlussphase hinein auch kaum noch in Gefahr. Nach einem Freistoß setzte der eingewechselte Jonas Kleinmann den Ball mit einem Kopfball an den Außenposten (83.).

Dass den Gästen noch das entscheidende Tor gelang, kam aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit etwas überraschend. Für den Waldstettener Trainer Leo Gjini („wir hatten einen überragenden Torwart“) gab es vor allem einen Grund, warum die Partie verloren wurde: „Unsere Angreifer waren vor dem Weilheimer Tor zu harmlos.“ me