Lokalsport

Weilheimer können Eislinger Schicksal besiegeln

Fußball Für den TSVW steht nach dem Aus im Aufstiegsrennen die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes an.

Will Platz drei verteidigen: TSVW-Trainer Chris Eisenhardt. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Die Fußballer des TSV Weilheim spielen Richter: Sie können am Sonntag den FC Eislingen zum Abstieg verurteilen. Gnade darf der Landesliga-Tabellenletzte nicht erwarten: Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt plädiert nach dem Aus im Aufstiegsrennen vehement für die Sicherung von Tabellenplatz drei.

Dabei waren die Topteams der Landesliga am vergangenen Wochenende erst einmal mit Verteidigungsreden beschäftigt. Die Weilheimer wegen ihrer 0:1-Niederlage in Nürtingen, die Heininger nach einer deftigen wie überraschenden 1:4-Klatsche bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, die Dorfmerkinger Sportfreunde nach einem torlosen Remis in Ebersbach. „Natürlich ist es frustrierend, dass wir durch die Niederlage in Nürtingen die große Chance verspielt haben, wieder näher an Heiningen heranzurücken“, betont Günther Friess, Weilheims zum Saisonende aufhörender Sportlicher Leiter. Auf drei Punkte hätten die Limburgstädter den Abstand zu den Heiningern verkürzen können.

Trotz rechnerischer Chance auf Tabellenplatz zwei wollen sich die Weilheimer nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen. Zumal die Kaderplanung für die Saison 2017/18 immer mehr in den Fokus rückt. „Natürlich wollen wir das sportliche Niveau stabil halten“, erklärt Friess. Nach Mittelfeldakteur Domenic Brück (zurück zum SV Göppingen) stehen allerdings auch die Zeichen bei Defensivallrounder Ferdi Er auf Abschied. Der 36-Jährige soll Gerüchten zufolge Spielertrainer bei Bezirksligist TSV Oberensingen werden.

Abgesehen von allen Personalfragen müssen die Limburgstädter noch ihr restliches Programm abspulen. Nach zwei Niederlagen am Stück kreuzt am Sonntag (15 Uhr, Lindachstadion) der FC Eislingen auf. Die Filstaler haben rechnerisch nur noch eine Chance auf den Klassenerhalt, falls sie alle restlichen Spiele gewinnen und der aktuell auf dem Relegationsplatz 13 befindliche TSV Blaustein alle restlichen drei Partien hoch verliert.

Der FC Heiningen trifft am Samstag auf den Weilheim-Bezwinger FV 09 Nürtingen. „Wir haben bei der TSG auch in dieser Höhe verdient verloren“, sagt FCH-Sprecher Timo Rees zur Pleite bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Die Nürtinger haben nach dem wichtigen 1:0 über den TSV Weilheim plötzlich wieder gute Perspektiven im Kampf um den Ligaverbleib. „Die Moral meiner Mannschaft ist intakt“, unterstreicht 09-Trainer Daniel Teufel, dessen Team seit vier Spielen ungeschlagen ist.

Tabellenführer SF Dorfmerkingen stolpert unterdessen Richtung Verbandsliga. Verrückt: Obwohl das Team von Helmut Dietterle nur einen Zähler aus den vergangenen drei Partien holte, beträgt der Abstand zum ebenso schwächelnden Verfolger FC Heiningen fünf Punkte. SFD-Gegner TSV Köngen kommt mit der Empfehlung eines 3:1-Heimsiegs über den SC Geislingen angerückt. „Obwohl wir nun 37 Punkte haben, sind wir noch nicht endgültig gesichert“, gibt sich Köngens Trainer Mario Sinko als Bedenkenträger.

Frust herrscht derweil im Fils­tal: Eislingen ist praktisch abgestiegen, Geislingen könnte folgen. „Es wird ganz schwer für uns, selbst den Relegationsplatz zu erreichen“, sagt SCG-Trainer Jasko Suvalic. Patzt der Tabellendrittletzte am Samstag gegen Hofherrnweiler, ist der Absturz in die Bezirksliga kaum noch abzuwenden.Reimund Elbe

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