Lokalsport

Weilheimer sind unter Zugzwang

Fußball Um den Anschluss an Landesligaprimus Dorfmerkingen nicht zu verlieren, ist der TSVW morgen gegen den SC Geislingen auf einen Sieg angewiesen. Von Klaus Schlütter

Umringt von Gegnern: Der Druck für den Tabellenzweiten aus Weilheim wird größer. Foto: Markus Brändli
Umringt von Gegnern: Der Druck für den Tabellenzweiten aus Weilheim wird größer. Foto: Markus Brändli

Der TSV Weilheim in der Zwickmühle: Vorne drohen die Sportfreunde Dorfmerkingen aus dem Blickfeld des Landesligazweiten zu verschwinden. Von hinten üben der TV Echterdingen und der FC Heiningen mächtig Druck aus. Morgen um 15 Uhr kommt der SC Geislingen ins Lindachstadion. „Wenn wir weiter oben dran bleiben wollen, müssen wir dieses Heimspiel unbedingt gewinnen“, erklärt Weilheims Sportchef Günther Friess unmissverständlich. Trainer Christopher Eisenhardt spricht gar von einem „Sechs-Punkte-Spiel“.

Doch auf einen gemütlichen Sonntagsspaziergang entlang der Lindach darf der Tabellenzweite nicht hoffen. Die abstiegsbedrohten Geislinger haben sich in der Winterpause verstärkt und mit neuem Personal einige Schwachstellen behoben. Unter anderem ist Mittelfeldmann Pascal Volk aus Heiningen zurückgekehrt.

Die Änderungsmaßnahmen haben sich in den ersten beiden Spielen bereits ausgezahlt. Bei den heimstarken Bettringern gelang ein überraschender, aber verdienter 3:1-Erfolg. Auch gegen den TV Echterdingen überzeugte der SC Geislingen, musste sich jedoch wegen zwei Standards 1:2 geschlagen geben. „Das war sehr bitter für uns. Wir waren das bessere Team“, bedauert Jasko Suvalic, der Nachfolger von Uli Haug auf der Trainerbank. „Wenn wir weiter so spielen, werden wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren. Allerdings gibt es bessere Adressen als den TSV Weilheim, um unsere Bilanz aufzupolieren.“

Suvalic freut sich, unter der Limburg einen guten Freund zu treffen - Daniel Heisig. „Wir haben in Geislingen vier Jahre zusammen gespielt.“ Es wird ein Wiedersehen abseits des Platzes, denn Heisig ist wegen eines Bänderanrisses weiter zum Zuschauen verurteilt. Wegen einer Knieprellung muss auch der zweite Weilheimer Innenverteidiger, Georgios Natsis, noch zwei, drei Wochen pausieren. So ist Eisenhardt wie schon in Heiningen gezwungen, die Abwehr umzugestalten. Ob er sich für eine Dreierkette mit Ferdi Er im Zentrum entscheidet oder auf eine Viererkette zurückgreift, lässt sich der Coach noch offen. Wenigstens steht Verteidiger Christoph Bauer nach Leistenbeschwerden in der Vorbereitung wieder zur Verfügung. Dagegen ist mit einem Comeback von Manfred Kirschmann (joggt nach Herzmuskelentzündung) frühestens gegen Ende der Saison zu rechnen.

Wie lange Domenic Brück pausieren muss, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Sein überhartes Einsteigen in Heiningen gegen Benjamin Kern, das mit der Roten Karte bestraft wurde, dürfte eine Sperre zwischen zwei und vier Spielen nach sich ziehen.

Volle Konzentration auf Geislingen, aber mit einem Auge dürften die Weilheimer trotzdem nach Echterdingen schielen, wo das Spitzenspiel gegen die seit neun Spielen siegreichen Dorfmerkinger steigt.

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