Lokalsport

Weilheimer Tormaschine gerät ins Stocken

Fußball-Landesliga Nach 18 Treffern in fünf Spielen bleibt der TSV Weilheim beim 0:0 im Derby gegen Boll ohne Torerfolg, bleibt aber Tabellenzweiter.

Umsonst gemüht: Roberto Forzano und die TSVW-Kicker sind gegen Boll nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Foto: Genio Silviani
Umsonst gemüht: Roberto Forzano und die TSVW-Kicker sind gegen Boll nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Foto: Genio Silviani

Wer gestern Nachmittag im Weilheimer Lindachstadion ein Phrasenschwein aufgestellt hätte, wäre nach dem Nachbarschaftsduell zwischen dem TSV Weilheim und dem TSV Bad Boll sicherlich um einige Euro reicher gewesen - zu oft fiel der geldbringende Satz „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“ unter den rund 200 Zuschauern nach dem 0:0 der beiden Lokalrivalen.

Gestimmt hat‘s trotzdem: Die zuvor dreimal sieglosen Boller, als Tabellenneunter aus dem neun Kilometer entfernten Kurort angereist, waren gegen den zweitplatzierten Erzrivalen aus dem Nachbarkreis einmal mehr motiviert bis in die Haarspitzen und ließen eine ob ihrer jüngsten Ergebniskrise vermuteten Verunsicherung nicht erkennen. Im Gegenteil. „Spielerisch war Boll heute besser“, musste Weilheims Sportlicher Leiter, Thomas Schultheiß, hinterher neidlos anerkennen.

In einer für Derby-Verhältnisse weitestgehend fairen Partie - einziger Aufreger war der unabsichtliche Bodycheck von Bolls Pascal Hartmann gegen TSVW-Abwehrchef Daniel Heisig, der daraufhin verletzt raus musste (13.), ließen die Weilheimer den zuletzt gezeigten Schwung über weite Strecken vermissen. Was freilich auch der dünnen Personaldecke geschuldet war, die aufgrund von Verletzten (Stolz, Bauer) und Gesperrten (Tausch) zu etlichen Umstellungen in der Startelf geführt hatte. „Das soll aber keine Ausrede sein, das Unentschieden war enttäuschend“, befand Schultheiß.

Chancen auf den Siegtreffer hatten freilich beide Teams. Die beste für Weilheim, in den fünf vorangegangenen Spielen immerhin 18 Treffer markierend, vergab Marc Kevin Theimer. Nach Hereingabe von Tasso Ketsemenidis drosch der SGEH-Neuzugang den Ball jedoch fünf Meter vor dem Boller Gehäuse stehend drüber. Auf der anderen Seite scheiterte der Ex-Weiheimer Pascal Hartmann nach einem Lattenabpraller an TSVW-Keeper Philipp Uttikal, als er eigentlich nur noch hätte „einschieben“ müssen.

Auch vor diesem Hintergrund wollte sich auf Weilheimer Seite hinterher niemand über die Punkteteilung beklagen. „Aufgrund unserer Leistung müssen wir mit dem 0:0 zufrieden sein“, sagte ein leicht angesäuerter TSVW-Trainer Chris Eisenhardt, dessen Team trotzdem Tabellenzweiter bleibt. Der bisherige Primus Waldstetten (0:1 gegen Weilimdorf) und der drittplatzierte FC Heiningen (2:1 gegen Hofherrnweiler) tauschten hingegen die Plätze.pet

Anzeige