Lokalsport

Weilheims Coach spricht vom „Sechs-Punkte-Spiel“

Fußball Im Topduell der Landesliga erwartet Spitzenreiter TSVW am Sonntag den Tabellenzweiten aus Waldstetten.

Daumen hoch: Weilheims Trainer Chris Eisenhardt ist mit seinem Team zu Hause noch ungeschlagen - auch nach dem Spitzenspiel gegen Waldstetten am Sonntag? Foto: Markus Brändli

Weilheim. Spitzenspiel der Überraschungsteams in der Fußball-Landesliga: Dass im Duell TSV Weilheim gegen TSGV Waldstetten am Sonntag um 15 Uhr im Lindachstadion der Tabellenerste auf den Zweiten trifft, war vor der Saison nicht zu erwarten gewesen. „Ich bin selber überrascht, dass beide Teams so weit oben stehen“, sagt Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt, dessen Team seit dem 2:5 in Bettringen am 3. September nicht mehr verloren hat. „Wir haben unsere Leistungen stabilisiert“, freut sich der TSVW-Coach.

Selbstverständlich ist das nicht, hatte es im Weilheimer Umfeld doch vor der Saison etliche Unkenrufer gegeben, die dem bunt zusammengewürfelten Kader nicht viel zutrauten. Immerhin standen neun; zum Teil hochkarätigen; Abgängen neun Zugänge gegenüber, die es in ein schlagkräftiges Team einzubauen galt - mit Erfolg: Nach den bisher gezeigten Leistungen stehen die Weilheimer nicht zu Unrecht auf Platz eins.

Diesen gilt es am Sonntag gegen den Tabellenzweiten vom Nordfuß des Stuifen zu verteidigen. „Für mich ist es ein Sechs-Punkte-Spiel“, unterstreicht Eisenhardt die Bedeutung der Partie, nach der sich die Limburgstädter im Idealfall einen Vorsprung von zwei Zählern verschaffen können.

Die Statistik vor dem Spitzenspiel spricht für Weilheim: Der TSVW ist in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen. Um auch gegen die überraschend stark aufspielenden Gäste erfolgreich zu sein, sollten die Weilheimer an die zuletzt beim 2:1-Sieg in Hofherrnweiler gezeigte Leistung anknüpfen, die Eisenhardt hinterher als bislang beste der laufenden Saison adelte.

Verzichten muss der TSVW am Sonntag auf Tim Roos, der immer noch Schmerzen im Knie hat sowie auf Torwart Ben Brenken, den Rückenprobleme plagen. Dafür rücken Jonas Schmidt und Can Kanarya, die seit dieser Woche wieder trainieren, in den Kader.

So überraschend die Weilheimer Tabellenführung, so sensationell der aktuell zweite Platz der TSGV Waldstetten. Vor vier Jahren in die Landesliga aufgestiegen, war das bisher beste Saisonergebnis ein siebter Platz. Auch vor diesem Hintergrund bleiben die Verantwortlichen auf dem Boden. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten“, betont Trainer Mirko Doll, den man in der Teckregion als Ex-Coach des TSV Bad Boll kennt, den er bis 2015 betreute.

Waldstettens Abwehr ist spitze

Vor allem die Abwehr zeigt Woche für Woche Topleistungen: In neun Spielen kassierte Waldstetten gerade einmal sieben Gegentore, drei davon durch Elfmeter. Damit haben die Mannen von der Ostalb die mit Abstand beste Abwehrreihe der Liga.

Für die Partie unter der Limburg kann Trainer Doll personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ein kleines Fragzeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Marcel Waibel.Klaus-Dieter Leib

FCH als lachender Dritter?

Dem FC Heiningen winkt am Wochenende der Sprung auf Platz eins. Wenn sich der TSV Weilheim und die TSGV Waldstetten remis trennen und der FC Heiningen gegen NAFI Stuttgart mit fünf Toren Unterscheid gewinnt, würde der FCH als lachender Dritter auf Rang eins stürmen.kdl

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