Lokalsport

Weltranglistenpunkte im Schlamm

Mountainbike: Pfäffle und Schwarzbauer beim Swiss Bike Cup

Mountainbiker Christian Pfäffle vom MTB Teck ist unter schwierigen Bedingungen in Gränichen eine gute Leistung gelungen: Platz 16 beim Swiss Bike Cup.

Kein Blick zurück im Zorn: Christian Pfäffle hat beim Swiss Bike Cup in Gränichen seine zuletzt ansteigende Form bestätigt. Foto
Kein Blick zurück im Zorn: Christian Pfäffle hat beim Swiss Bike Cup in Gränichen seine zuletzt ansteigende Form bestätigt. Foto: Küstenbrück

Gränichen. Der Boden war von anhaltenden Regenfällen aufgeweicht und der starke Schauer, der vor dem Herren-Rennen eingesetzt hatte, machte die 4,44 Kilometer lange Strecke zu einer rutschigen und kraftraubenden Angelegenheit. Christian Pfäffle bestätigte bei diesen Bedingungen, die ihm eigentlich nicht liegen, seine Leistungen von den beiden Weltcup-Rennen in Albstadt und La Bresse. Trotz Prüfungsstress, durch den er das Training deutlich reduzierte, arbeitete sich Pfäffle von Platz 29 nach Runde eins bis auf den 13. Platz nach vorne.

So ging er in die letzte Runde. Auf dieser letzten Schleife stürzte der Neuffener jedoch gleich zweimal und nicht gerade harmlos. Einmal ging es über den Lenker. „Vielleicht habe ich am Berg etwas zu viel investiert, weil ich in den Anstiegen möglichst viel überholen wollte“, meinte Pfäffle.

So verlor er wieder drei Positionen und kam mit 5,54 Minuten Rückstand als 16. ins Ziel. Pfäffle hatte bei der Schlacht für Mensch und Material von der ersten Runde an Probleme mit der Schaltung, die immer erst nach mehreren Versuchen dahin sprang, wo er sie haben wollte. Allerdings war er mit solchen Schwierigkeiten bei diesem Wetter nicht der Einzige. „Dass ich in der letzten Runde noch die Plätze verloren habe, ist schade. Aber ich bin zufrieden. Ich habe einige Punkte geholt, es hat sich gelohnt, dass ich hergekommen bin“, so Stevens-Biker Pfäffle.

Ganz anders Luca Schwarzbauer. Der Reuderner schüttelte im Ziel den Kopf. „Ich hatte Schmerzen ohne Ende und verstehe das gar nicht. Es muss an der Vorbereitung liegen, da finde ich einfach kein System“, meinte er kritisch. Er konnte sich zwar von Platz acht nach drei Runden noch um drei Positionen verbessern und mit 2,34 Minuten Rückstand auf Andri Frischknecht (Schweiz, 1.16,16) die Ziellinie passieren, doch zufrieden machte ihn das nicht. „Ich war unter meinem Niveau“, konstatierte er. Zumal Fahrer vor ihm gewesen seien, die er noch im Vorjahr mit sehr wenig Training hinter sich gelassen hatte. Doch teilweise war das, was Schwarzbauer zeigte doch sehr passabel. In der vorletzten Runde, als Frischknecht einen Hinterrad-Defekt behob, hatte er die beste Zeit abgeliefert. Trainer Toni Uecker empfahl ihm seine gesamte Woche noch mal zu analysieren, um den Fehler zu finden. Beim Weltcup in La Bresse war es noch sehr gut gegangen.

Immerhin: Zehn Weltranglistenpunkte nahm der Lexware-Fahrer mit nach Hause, übrigens genauso viele wie Pfäffle gutgeschrieben wurden.

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