Lokalsport

Wer kann, feilt weiter am System

Fußball Den Mannschaften in den unteren Ligen bieten sich die letzten Gelegenheiten zu Tests vor dem Saisonstart.

Daumen hoch für die Neuzugänge: VfL-Coach Markus Schweizer. Foto: Brändli
Daumen hoch für die Neuzugänge: VfL-Coach Markus Schweizer. Foto: Brändli

Kirchheim. Das letzte freie Wochenende vor dem Punktspielstart in den unteren Fußball-Ligen nutzen viele Vereine, um noch einmal ihre Form in Vorbereitungsspielen zu testen. Dies wollte auch Landesligist TSV Weilheim, der sein zweites Testspiel beim TV Deggingen wegen Personalmangels absagen musste. Die Begegnung soll während der Winterpause nachgeholt werden. „Die Belastung für die Mannschaft wäre zu groß gewesen“, meint Trainer Christopher Eisenhardt. Es hätten wieder die gleichen zwölf Akteure wie in den beiden WFV-Pokalspielen ran gemusst.

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Inzwischen sind zwar fast alle Urlauber wieder zurück, allerdings mit entsprechendem Trainingsrückstand. „Wir wollen versuchen, dass im ersten Punktspiel beim Aufsteiger NAFI Stuttgart alle Spieler fit sind“, sagt Eisenhardt und ergänzt: „Ganz gelingen wird uns das vermutlich nicht.“ Immerhin: In den bisher einzigen drei Vorbereitungsspielen (4:2 beim TSV Denkendorf, 3:2 beim TSV RSK Esslingen, 4:0 beim AC Catania Kirchheim) gab es für die Limburgstädter gegen unterklassige Teams nur Siege.

Für den Bezirksligisten VfL Kirchheim ist das letzte Testspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen Landesliga-Vertreter TSV Köngen die Generalprobe für den Punktspielstart. Der Kirchheimer Spielertrainer Markus Schweizer erwartet eine Begegnung auf Augenhöhe. „Wenn wir verlieren, dann höchstens mit einem Tor unterschied“, fordert der Coach. Mit der Vorbereitung war er nur bedingt zufrieden. Es gab Licht und Schatten. „Vor allem die Passquote muss besser werden.“ Ein besonderes Lob zollt Schweizer den Neuzugängen Samuel Bosler (TSV Weilheim-A-Junioren), Michael Rüttinger (FV Plochingen), Pascal Herrmann (TSV Köngen) und Sascha Flegel (eigene A-Junioren), die in den Testspielen einen guten Eindruck hinterließen. In den bisherigen sieben Vorbereitungsspielen gab es nur zwei Niederlagen: ein 0:5 gegen den Oberligisten 1. Göppinger SV und ein 0:3 gegen den Landesligisten TSV Bad Boll.

Liga-Konkurrent SGEH testet vor dem Saisonstart noch zweimal - am morgigen Samstag um 18 Uhr gegen den Bezirksligisten TSV Bernhausen und am kommenden Dienstag um 19 Uhr gegen den B-Ligisten TSV Ötlingen. Die bisherige Vorbereitung war durchwachsen, dies weiß auch SGEH-Abteilungsleiter Sven Laderer: „Wir kriegen einfach zu viele Gegentore.“ In den fünf Testspielen waren es insgesamt 19, bei nur einem Sieg, ein 3:2 gegen den 1. FC Frickenhausen. Die anderen Ergebnisse waren durchwachsen (2:4 gegen den SV Zainingen, 3:5 gegen den FV 09 Nürtingen, 5:5 gegen den TSV Oberboihingen, 3:3 gegen den VfB Obertürkheim).

Gut gerüstet für das Unternehmen Bezirksliga scheint der TV Neidlingen zu sein. „Die Vorbereitung verlief fast perfekt. Wir können es kaum erwarten, dass es endlich los geht“, meint Spielertrainer Patrick Kölle. Obwohl seine Mannschaft von sechs Testspielen vier verlor (0:2 gegen den TSV Wernau, 2:3 gegen die TSGV Albershausen, 3:6 gegen den TSV Bad Boll, 2:4 gegen den GSV Dürnau).

Für den Feinschliff beim Aufsteiger sorgte am Wochenende ein Trainingslager im Allgäu. In den Testspielen hat der Coach kräftig experimentiert. Für das letzte Vorbereitungsspiel morgen Abend um 18 Uhr gegen den A-Ligisten TSV Eschenbach stehen Kölle allerdings nur zwölf Spieler zur Verfügung. Er sagt: „Das wird noch einmal richtig eng.“ Klaus-Dieter Leib