Lokalsport

Wer zu spät kommt, steigt nicht ab

Zwei Regeländerungen und etliche Neuwahlen bei Tennis-Delegiertenversammlung in Nürtingen

Neue Gesichter, neue Regeln: Bei der Delegiertenversammlung des württembergischen Tennisbundes (WTB) in Nürtingen standen Wahlen und Neuerungen der Spielordnung auf dem Programm.

Zuschauen lohnt: Mit Beginn der Tennissaison wird die „No Ad“-Zählweise im Doppel abgeschafft. Archiv-Foto
Zuschauen lohnt: Mit Beginn der Tennissaison wird die „No Ad“-Zählweise im Doppel abgeschafft. Archiv-Foto

Nürtingen. In seinem Geschäftsbericht blickte WTB-Präsident Ulrich Lange auf das Jahr 2015 zurück. Neben den positiven Entwicklungen auf DTB-Ebene mit der anstehenden Bestätigung des Landesleistungszentrums des WTB als Bundesstützpunkt unter der sportlichen Leitung von Barbara Rittner ging Lange auf die geplanten Umbaumaßnahmen des Stützpunktes ein. Inwieweit die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können, hänge allerdings von Zuschüssen ab. Mit einem Hinweis auf die solide Haushaltslage ging der Präsident noch auf die sportliche Situation im Verbandsgebiet und die gelungene Neugestaltung der WTB-Website ein. Dieser Bericht war so umfassend und erklärend, dass es keine Fragen aus dem Plenum gab.

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Auch beim Bericht des Schatzmeisters blieben die Fragen aus, sodass die Entlastung von Uwe Gärtner sowie seiner Kollegen aus dem Präsidium eine reine Formalität war.

Nicht fehlen durften Änderungen zur WTB-Satzung, WTB-Wettspielordnung und Turnierordnung. Dabei wurde unter anderem beschlossen, dass Spieler nach einer Aufgabe im Einzel, wenn der erste Punkt gespielt wurde, wieder am gleichen Tag im Doppel eingesetzt werden können und dass ein verlorenes Spiel aufgrund des Zuspätkommens einer Mannschaft nicht über Auf- und Abstieg entscheidet. In diesem Falle zählt der direkte Vergleich zwischen den betroffenen Mannschaften. Auf Eilantrag wurde beschlossen, dass diese Regelungen bereits ab der kommenden Sommersaison greifen.

In diesem Zusammenhang teilte Verbandssportwart Schmid zudem mit, dass die vor zwei Jahren eingeführte „No Ad“-Zählweise bei Einstand im Doppel als Ergebnis einer Umfrage an die Vereine abgeschafft wird. Somit werden in der Verbandsspielrunde im Sommer wieder alle Spielpunkte im Doppel über alle Altersklassen hinweg nach Einstand (40:40) durch zwei Punktgewinne in Folge erzielt.

Wahlen standen bei der Delegiertenversammlung in Nürtingen im Mittelpunkt. Die insgesamt 36 Delegierten aus den Bezirksvereinen sowie zwölf aus den Bezirksräten sprachen dabei dem amtierenden Präsidenten Ulrich Lange erneut das Vertrauen aus, für drei weitere Jahre an der Spitze des zweitgrößten deutschen Tennis-Landesverbandes zu stehen. Der 73 Jahre alte Reutlinger, der seit 2001 dieses Amt bekleidet, kann bis auf eine Ausnahme die erfolgreichen Verbandsgeschäfte, wie er eindrucksvoll in seinem Jahresbericht darlegte, mit der bewährten Mannschaft weiterführen. Darunter ist auch Hartmut Seifert (Raidwangen) als Verbandsratsvorsitzender, der bereits im Vorfeld von den Bezirksvorsitzenden gewählt worden war. Neu im Kreis des Präsidiums ist Stefan Böning als Verbandsjugendwart, der bereits seit drei Jahren als Stellvertreter des ausscheidenden Siegfried Guttenson aktiv war.

Als Anerkennung für seine verdienstvolle Tätigkeit um den Tennissport wurde Guttenson als erstes Mitglied des Verbandes zum Träger des WTB-Ehrungsrings, einer neu geschaffenen Auszeichnung für verdiente Funktionäre, ernannt. Außerdem stellte der Präsident den Antrag, Guttenson die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Diesem Vorschlag folgten die Delegierten einstimmig. Unter stehenden Ovationen wurde dem 72-Jährigen aus Möglingen die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Die höchste Ehrung, die es beim WTB gibt, wurde noch zwei weitere Male vergeben. Auch Baldur Schön (langjähriger Vorsitzender Bezirk C) und Anton Hönle (langjähriger Vorsitzender Bezirk E) wurden einstimmig zu WTB-Ehrenmitgliedern ernannt. Zwei weitere Funktionäre wurden noch ausgezeichnet. Der wiedergewählte Referent für das Lehrwesen, Werner Novotny (Nürtingen), bekam die Ehrennadel in Silber vergoldet und Michael Uhden (Ostfildern), der sich nicht mehr zur Wahl als Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit stellte, wurde mit der WTB-Ehrennadel in Silber dekoriert. Als Uhdens Nachfolger wurde Thomas Volkmann (Herrenberg) gewählt.

Zusätzlich standen in Nürtingen noch die Wahlen aller Referenten der unterschiedlichsten Verbandsgremien an. Im Amt bestätigt wurde unter anderem Hartmut Seifert als stellvertretender Verbandssportwart. Als stellvertretende Verbandsjugendwartin wurde Dagmar Jestand (Degerloch) neu gewählt.

Des Weiteren wurden als Referenten gewählt: Gerd Hummel (Vereinsservice), Rolf Schmid (Leistungssport), Wilhelm Rieger (Senior/-innen) und Christian Efler (Schultennis). Neu ist Evelina Oehme als Referentin für Regelkunde und Schiedsrichterwesen, die die Nachfolge von Klaus Berner antritt.pm