Lokalsport

„Wir freuen uns auf eine geile Stimmung“

Tischtennis Der SV Nabern geht hoffnungsvoll ins Saisonfinale der Landesliga, benötigt für den Kampf gegen den Abstieg aber ein kleines Wunder. Von Frank Duerr

Hoffnungsvoll: Andreas Stiffel und der SV Nabern können den ­Landesligaverbleib noch schaffen. Foto: Markus Brändli
Hoffnungsvoll: Andreas Stiffel und der SV Nabern können den ­Landesligaverbleib noch schaffen. Foto: Markus Brändli

Mit einem 8:8-Unentschieden beim TV Plüderhausen II zeigt sich Tischtennislandesligist SV Nabern kampfbereit für die letzten Schläge der Saison. Es geht schließlich um den Klassenverbleib, der den jungen Nabernern vor der Saison kaum jemand zugetraut hat.

Nun aber scheint die Ausgangslage ganz gut zu sein. Der direkte Konkurrent ist ausgerechnet der VfL Kirchheim II, der am Wochenende spielfrei war und ein Spiel weniger aufweist. Der VfL spielt noch gegen den TV Murrhardt (Platz vier) und gegen den TSV Wäschenbeuren (neun), der aufgrund der vier ausstehenden Spiele noch eine Mini-Chance auf die Abstiegsrelegation besitzt. Dem VfL reicht ein Sieg gegen Wäschenbeuren, wenn Nabern im letzten Spiel gegen den TTV Burgstetten nicht ein Wunder gelingt. Der Tabellenzweite hat jüngst gegen den TV Plüderhausen II 9:3 gewonnen und scheint nicht nur daher eindeutiger Favorit zu sein. Das starke vordere Paarkreuz mit Nicolai Kutschera (11:6-Bilanz) und Sahin Yildiz (10:5) ist auf dem Papier deutlich stärker als Jakob Baum (5:9) und Mike Juretzka (4:10). Auch die Spieler des mittleren Paarkreuzes weisen bessere Bilanzen als die Naberner auf.

Der SVN hat aber mindestens drei Asse im Ärmel: Die beiden Hiller-Brüder, Yannic (11:0) und Luca (7:2), sind gerade in Topform, könnten im hinteren Paarkreuz wichtige Punkte beisteuern. Ein weiterer Pluspunkt ist die heimische Kulisse, wenn es am 8. April um 19 Uhr in der Gießnauhalle zum Saisonfinale kommt. Zusätzlich sind die Erinnerungen an Burgstetten durchaus positiv. Ein 8:8-Remis stand nach dem Auswärtsspiel in der Vorrunde zu Buche, dabei lagen die Naberner bereits mit 1:7 zurück, bevor Yannic Hiller die Wende einleitete. „Wir freuen uns jetzt einfach tierisch auf eine volle Halle und geile Stimmung im letzten Saisonspiel“, wirkte Plantikow optimistisch.

Gegen Plüderhausen zeigte sich aber allerhand Begründung, um an dieses Wunder zu glauben. Denn die Nummer eins, Andrej Plantikow, kehrte zurück in den Kader. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Australien steht Plantikow noch nicht voll im Saft. „Sechs Monate ohne Tischtennis gingen nicht spurlos an mir vorbei“, sagt er. Doch allein die Präsenz des exzellenten Aufschlägers sorgte für gute Stimmung und Hoffnung für das Saisonfinale. „Spannender könnte die Landesliga kaum sein und erst im letzten Spiel wird die Entscheidung fallen“, fiebert SVN-Sprecher Andreas Braun dem Showdown entgegen.

Während der Partie musste die Plüderhausener Nummer eins verletzungsbedingt auf einen Einzeleinsatz verzichten und unterlag am Ende mit seinem Doppelpartner Benjamin Burchard dem noch wankenden Einserdoppel Plantikow/Baum im fünften Durchgang zum 8:8-Remis.

VfL-Dritte wahrt Aufstiegschance

In der Bezirksliga hat der VfL Kirchheim III den bis dato punktverlustfreien Tabellenführer TG Donzdorf überraschend deutlich mit 9:3 geschlagen. „Das war so nicht zu erwarten, aber dieses Mal war das Glück der fünften Sätze auf unserer Seite“, strahlte Kirchheims Mannschaftsführer Patrick Müller. Die Kirchheimer „Dritte“ wahrt sich durch diesen Sieg ihre Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz.

Naberner Titeljubel und Abstiegsangst

Der SV Nabern II hat mit einem klaren 9:2-Sieg gegen den TV Hochdorf II den Meistertitel in der Bezirksklasse zementiert, während der SV Nabern III dem direkten Konkurrenten TTF Neckartenzlingen II mit 5:9 unterlag. Nun hat es die Naberner Dritte nicht mehr selbst in der Hand, ob sie direkt absteigt, und muss auf einen Patzer der Neckartenzlinger beziehungsweise auf den SV Nabern II hoffen.

Die „Neckargänse“ müssen nämlich das letzte Saisonspiel beim SV Nabern II absolvieren und davor auch noch gegen den TTC Aichtal II und den TV Unterboihingen definitiv gewinnen.

Der SV Nabern III muss noch beim TV Hochdorf II und beim TSV Oberboihingen ran.fd

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