Lokalsport

„Wir haben den Fitnessvorteil“

VfL-Co-Trainer Sven Rathgeb

Seit einem halben Jahr ist Sven Rathgeb (35) Co-Trainer und Torhüter bei den VfL-Fußballern. Das Relegationsduell gegen den VfB Oberesslingen/Zell in Weilheim wird zu seiner letzten Partie.

Als VfL-Torhüter fallen Sie am Sonntag verletzt aus wegen einer Daumenfraktur. Was genau ist passiert?

Sven Rathgeb: Eine private Geschichte. Meine Familie und ich wollten zu einer Geburtstagsfeier. Ich stand vor der Abfahrt am Auto, das am Hang parkte. Plötzlich ist die schwere Mercedes-Tür zugefallen. Dummerweise steckte mein rechter Daumen drin. Noch am selben Abend habe ich meine Hand in einem Esslinger Krankenhaus röntgen lassen. Dann war hundertprozentig klar, dass ich in Weilheim ausfallen werde. Ärgerlich für mich.

Wie wichtig ist ein Sieg am Sonntag?

Rathgeb: Es ist das Spiel, auf das die VfL-Mannschaft und -Abteilung ein halbes Jahr lang intensiv hingearbeitet hat. Ein Sieg im wichtigsten Saisonspiel würde einen wahnsinnigen Schub geben.

Angesichts der Konstellation, dass Trainer Schweizer ja zugleich Spieler ist, sind Sie als „Co“ am Sonntag der wichtigste VfL-Akteur an der Seitenlinie.

Rathgeb: Es kommt in diesem Spiel darauf an, mich mit dem Trainer gut abzustimmen. Außerdem muss ich sicherlich mehr Psychologe sein als in allen Rückrunden-Spielen zuvor. Rasch die Stimmung und Befindlichkeit jedes Spielers zu erkennen, ist wichtig. Sollte ein Akteur übernervös sein, muss ein Trainer reagieren.

Welche Erkenntnisse gibt es über Gegner VfB Oberesslingen/Zell?

RathgEB: Ich kann mich nicht erinnern, gegen diese Mannschaft jemals gespielt zu haben. Natürlich ist sie nach den zwei jüngsten Relegationssiegen über den TSV Jesingen und den FC Heiningen II im Aufwärtstrend. Dafür hat unsere Mannschaft wohl den Fitnessvorteil.

Wie heiß sind die VfL-Spieler darauf, das „blaue Wunder“ mit dem finalen Sieg zu vollenden?

Rathgeb: Sie sind motiviert bis in die Haarspitzen. Schließlich können sie mit einem einzigen Sieg die schwache Vorrunde ausradieren.

Der VfL wird also gewinnen?

Rathgeb: Ich bin überzeugt davon.

Es wird Ihr VfL-Abschiedsspiel. Was machen Sie danach?

Rathgeb: Erst einmal Fußball-Pause. Meine einzige Aktivität wird sein, in der AH-Mannschaft des TV Nellingen zu spielen. So kann ich mich in Ruhe künftig meiner Frau und den zwei Kindern widmen.

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