Lokalsport

„Wir nehmen mit, was kommt“

TSVO-Trainer Johannes Martin

Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber der Aufstieg kein Thema: TSVO-Frauentrainer Johannes Martin (27) bleibt nach dem Überraschungscoup seiner Bezirksliga-Handballerinnen in Nürtingen betont gelassen.

Was fühlt sich besser an: Den Spitzenreiter zu schlagen oder von der Tabellenspitze zu grüßen?

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Johannes Martin: Den Spitzenreiter zu schlagen. Denn dass wir mit dem Sieg in Nürtingen vom Samstag Erster werden würden, stand ja erst nach der Niederlage von Leinfelden-Echterdingen am Sonntag gegen Esslingen fest.

26:17 gegen ein Team, das in den acht Spielen davor im Schnitt 30 Tore erzielte, aber nur 20 zuließ. War Nürtingen so schlecht oder Owen so gut?

Martin: Eine Mischung aus beidem. Bei denen ist nichts gelaufen, und wir haben diese Chance eben einfach genutzt. Wobei unsere Torhüterin Julia Ohlef eine überragende Leistung gezeigt hat und auch die Abwehr nicht ganz schlecht stand.

Bis zum Hinrundenende sind‘s noch zwei Heimspiele gegen Esslingen und Uhingen-Holzhausen. Ihr Punktewunsch an den Weihnachtsmann?

Martin: Gegen Esslingen zählen nur zwei Punkte. Da haben wir noch eine Rechnung aus der Vorsaison offen, als die das Spiel trotz unserer Bitte nicht verlegen wollten und wir dann am grünen Tisch verloren hatten.

Vor der Saison war der Aufstieg wegen der dünnen Personaldecke kein Thema in Owen. Ist er‘s jetzt?

Martin: Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber mehr auch nicht. Wir trainieren einmal pro Woche, haben da gerade mal neun Spielerinnen. Darum nehmen wir mit, was kommt, aber der Aufstieg ist nicht unser Ziel. Selbst wenn wir die beiden letzten Spiele gegen Esslingen und Uhingen verlieren sollten, würden wir mit sieben Minuspunkten noch völlig über unserem Soll liegen.