Lokalsport

„Wir sind noch nicht so weit“

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Erstklassige Nachwuchsarbeit in den Basketball-Bundesligen ist nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern bares Geld. Als eine der Säulen im Punktekatalog für die Lizenzvergabe durch die Liga. Warum für den Kapitän in Kirchheim kein Trainerstuhl frei ist, erklärt Knights-Geschäftsführer Christoph Schmidt.

Seit längerem schon klagt der Verein, wie schwierig es sei, geeignete Kandidaten für den Job eines hauptamtlichen Jugendtrainers zu finden. Jetzt lässt man einen, der unbedingt will, nach Ehingen ziehen. Wie passt das zusammen?

Schmidt: Das ist leicht zu erklären. Wir sind im Moment einfach noch nicht so weit, einen solchen Job anbieten zu können. Die Perspektive in Kirchheim ist mit der in Ehingen, wo seit vielen Jahren erstklassige Nachwuchsarbeit betrieben wird, nicht zu vergleichen. Dort gibt es eine JBBL- und NBBL-Mannschaft. Für uns ist das Zukunftsmusik.

Was sagt das über die Konzeptentwicklung in Kirchheim aus?

Schmidt: Über unser Grundkonzept sagt das zunächst gar nichts aus. Daran hat sich nichts geändert. Wir wollen die Stelle eines hauptamtlichen Trainers oder eines Jugend-Koordinators in absehbarer Zeit stemmen. Geplant ist zum Ende der kommenden Saison.

Wovon hängt dies ab?

Schmidt: Wie immer vom Geld. Die Nachwuchsförderung ist ein gemeinsames Ziel mit dem VfL. Das muss Schritt für Schritt gehen.

Die Liga wird in den kommenden Jahren die Schraube deutlich anziehen. Stillstand wird dann immer teurer.

schmidt: Bis 2017 wird sich am Punktesystem nichts ändern. Vorläufig lässt sich unser Punktesoll auch ohne Bundesliga-Nachwuchs erfüllen. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Wir verfolgen unser Jugendkonzept nicht aus Sorge um die Lizenz, sondern weil es uns wichtig ist. Wir wollen unsere Talente langfristig an den Verein binden. Das ist keine leichte Aufgabe, nicht nur für uns. Viele Vereine in der zweiten Bundesliga sind in einer ähnlichen Situation wie wir.

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