Lokalsport

„Wir wollen das Double“

Kirchheimer Handballer erwarten die SG Bettringen morgen zum ersten Relegations-Duell

Nach dem Bezirkspokal-Triumph nun der erste Schritt zum Landesliga-Aufstieg? Morgen früh treffen die Handballer des VfL Kirchheim zum Relegations-Auftakt auf Stauferland-Vertreter SG Bettringen. Auftrag: ein gutes Polster fürs Rückspiel am Samstag schaffen.

Abklatschen nach dem Pokal-Erfolg: Die VfL-Handballer sind derzeit in blendender Stimmung.Foto: Genio Silviani
Abklatschen nach dem Pokal-Erfolg: Die VfL-Handballer sind derzeit in blendender Stimmung.Foto: Genio Silviani

Kirchheim/Schwäbisch Gmünd. Kaum ist die Spielrunde mit dem Gewinn der Bezirksliga-Vizemeisterschaft und des Bezirkspokals vorbei, da machen es die Handballer des VfL Kirchheim nochmal richtig spannend. „Wir wollen das Double, also Pokal und den Landesliga-Aufstieg“, steckt Trainer Engelbert Eisenbeil das ambitionierte Ziel in der Landesliga-/Bezirksliga-Relegationsrunde ab. In den zwei Duellen gegen Stauferland-Bezirksligavize SG Bettringen am morgigen Donnerstag (ab 11 Uhr, Walter-Jacob-Halle) sowie am kommenden Samstag (18 Uhr, Uhlandhalle Schwäbisch Gmünd) entscheidet sich, wer in der zweiten Relegationsrunde (21./22.5. und 26.5.) auf den Sieger der Partie TV Weingarten – SG Degmarn/Oedheim trifft. Sollten zwei Mannschaften nach Hin- und Rückspiel punkt- und torgleich sein, entscheidet die größere Anzahl der Auswärtstreffer über das Weiterkommen beziehungsweise die Landesliga-Fahrkarte.

Nachdem die improvisierte Bezirkspokalfeier am vergangenen Samstagabend der perfekte Gute-Laune-Bringer war, steht das Stimmungsbarometer bei den VfL-Spielern dieser Tage nahezu am Anschlag. Besonders einer fühlt sich wie im siebten Himmel: Peter Sadowski. Nach der Cup-Fete folgt jetzt seine persönliche Hochzeitsfeier. Morgen heiratet Sadowski kirchlich seine langjährige Freundin Regina.

Weshalb er gegen Bettringen logischerweise nicht zur Verfügung steht. Auch Simon Latzel, dem eine virus-bedingte Augenschwellung zu schaffen macht, steht noch auf der Kippe. Mit „50 zu 50“ beschreibt er selbst die Chance, nach Antibiotika-Einnahme noch rechtzeitig einsatzfähig zu werden. Bruder Oliver Latzel hat einsatztechnisch keine Sorgen. „Ob David Pisch oder ich im Tor stehen, stimmen wir beide immer direkt vor Spielbeginn ab“, weiß er. Wie die einstigen Ex-Mannschaftsgrößen Klaus-Dieter Rogulj und Joachim Stiebler in glanzvollen Kirchheimer Oberliga-Zeiten innerhalb der 1980er-Jahre spielen beide VfL-Torsteher auf ähnlichem hohem Level. Trainer Eisenbeil kann mit seiner Lange-Leine-Aufstellungspolitik nicht viel falsch machen.

Gegner SG Bettringen kommt mit einigen Personalsorgen zum Frühschoppen-Spiel: Rückraumschütze Jonas Eberle (geschwollener Fuß) fällt sicher aus, die Einsätze von Christoph Schneider (Oberschenkel), Uli Abele, Marius Weber (Schulter) und Felix Karmann sind noch fraglich. Trainer Claus Schwenk wird in Kirchheim improvisieren müssen – und seine Jungs wieder mal auf ein Spiel mit harzfreiem Ball einstellen müssen. „Sicherlich ist Bettringen in diesem Duell nicht der Favorit“, macht der SG-Pressebeauftragte Axel Emele in Understatement. Eine hungrige, bissige SG-Mannschaft, „die aufsteigen will“, erwartet der Ex-Handballer trotzdem.

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel – S. Latzel, M. Mikolaj, Weber, Metzger, J. Mikolaj, Müller, Zoll, Schwarzbauer, Keller, Rudolph, Pradler

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