Lokalsport

Zeit, zurückzuschlagen

Tischtennis Zweitligist Frickenhausen hat mit Dortmund noch eine Rechnung offen.

Diogo Chen und der TTC glauben an die Chance gegen die Borussen. Foto: Ralf Just
Diogo Chen und der TTC glauben an die Chance gegen die Borussen.
Foto: Ralf Just

Frickenhausen. „Eine ganz heiße Partie“ erwartet Manager Jürgen Veith am Sonntag, wenn um 15 Uhr Tischtennis-Zweitligist TTC Frickenhausen den Tabellenvierten Borussia Dortmund empfängt. Die Schützlinge von Trainer Derd Soos gieren nach dem schwachen Auftritt bem 1:6 in Bad Homburgauf ein Erfolgserlebnis. Soos verspricht: „Am Sonntag werden wir ganz anders auftreten.“
Beim Tabellensiebten aus dem Täle will man sich vor allem Gedanken über die Doppelaufstellung machen. „Hier hat keine Konstellation bisher eine positive Bilanz“, muss der Trainer einräumen. 4:8 Siege weist die Doppel-Statistik des TTC aus, maximal 1:1 stehen zu Buche. Gerade in den Doppeln ist Dortmund stark. Die Westfalen haben 10:4 Siege vorzuweisen. Allein die beiden Ungarn Bence Majoros und Adam Szudi kommen auf eine 5:2-Bilanz. Soos gibt sich trotzdem kämpferisch: „Ich rechne fest mit einem Sieg.“ Ähnlich sieht es TTC-Manager „Max“ Veith. „Die Mannschaft wird in eigener Halle alles geben, wie zuletzt gegen Saarbrücken, Jülich und Bad Hamm.“
Zusätzliche Motivation sind die beiden Niederlagen gegen Dortmund in der vergangenen Saison. Damals führte der TTC zu Hause mit 4:2 und unterlag am Ende mit 4:6, in Westfalen setzte es eine 2:6-Schlappe. Dass die Revanche gelingt, dafür sollen Spitzenmann Diogo Chen, Liang Qiu, Hibiki Tazoe, Konstantinos Angelakis und Maikel Sauer sorgen. Die sind gewarnt: Die Gäste gewannen zwei ihrer drei Auswärtsspiele.
Spielertrainer Wenscheng Qi kann Bence Majoros (8:6 Siege), Erik Bottroff (2:8), den ungarischen Meister Adam Szudi (7:5) und den sechsmaligen russischen Meister im Einzel, Doppel und Mixed Evgeny Fadeev (5:5) aufbieten. Wobei vor allem Fadeev mit 42 Jahren über viel Erfahrung verfügt. Die Jüngsten im Team sind die beiden Ungarn Majoros (20) und Szudi (21). Bottroff ist mit 27 Jahren die Identifikationsfigur und enorm wichtig für sein Team. Dreimal war er Dritter bei deutschen Meisterschaften im Doppel. Der Borusse ist allgemein als großer Kämpfer bekannt.
Bernd Möllmann, der Manager der Schwarz-Gelben, schwört auf Kontinuität im Kader, in dem es in diesem Jahr keine Änderungen gab. „Sie kennen sich und die Liga“, sagt Möllmann. „Das ist sicherlich ein Vorteil.“ Langsam heranführen an die Bundesliga möchte man eines der größten deutschen Talente:
Kirill Fadeev (16) spielt aktuell in der Oberliga Nordrhein-Westfalen, bekam aber in der Vorsaison schon seinen Premiereneinsatz an der Seite seines Vaters Evgeny. Um noch mehr Zuschauer in die Sporthalle auf dem Berg zu locken, gilt am Sonntag wieder das Angebot des TTC: Jeder Sport treibende Verein, der mit mindestens zehn Personen in die Halle kommt, erhält freien Eintritt.
Hartmut Binder

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