Lokalsport

Zu spät auf Touren gekommen

Tischtennis Obwohl der VfL Kirchheim III mit 15:1 Punkten die stärkste Bezirksligamannschaft der Rückrunde ist, reicht es trotzdem nicht für den Aufstieg. Von Frank Duerr

Erwischte keinen guten Tag: VfL-Crack Franz Glöckner. Foto:  Brändli
Erwischte keinen guten Tag: VfL-Crack Franz Glöckner. Foto: Brändli

Der TTC Notzingen-Wellingen musste eine schwere Partie gegen den VfL Kirchheim III bestreiten, denn zeitgleich spielte der direkte Konkurrent TTV Zell ebenfalls um den Abstiegsrelegationsplatz. Notzingen verlor gegen den VfL mit 3:9, konnte sich aber auf den Meister TG Donzdorf III verlassen, der Zell mit 9:2 besiegte.

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In der Begegnung mit dem VfL spielten die Notzinger zunächst gut mit und stellten durch das Doppel Maier/Nöfer gegen Zimmermann/Sensbach und den klaren Einzelerfolg von Norman Zinßer gegen Franz Glöckner auf 2:2. Danach war die dritte Kirchheimer Herrenmannschaft doch deutlich stärker. Sven Körner verbesserte seine Einzelbilanz gegen Oliver Rataj und spielte sich an die Spitze der Bezirksliga-Rangliste der Gesamtsaison. Mit 22:3 weist der Wiedereinsteiger eine unglaubliche Bilanz auf, die er in dieser Saison durch eine 14:1-Bilanz in der vierten Mannschaft und mit einer 6:1-Bilanz in der Oberliga-Reserve garnierte - eine Topleistung von Körner, der sich mit nun 1 830 TTR-Punkten auch für die Oberliga anböte.

Auch Patrick Müller überzeugte gegen Joshua Nöfer und unterstrich seine Topleistung im mittleren Paarkreuz. Mit 14:1-Einzeln führt er die Spieler-Rangliste des mittleren Bezirksliga-Paarkreuzes an. Auch Jürgen Raichle, Rene Zimmermann und Martin Sensbach punkteten im ersten Durchgang, der bereits die Vorentscheidung bedeutete. Franz Glöckner war jedoch an diesem Tag von der Rolle und verlor auch gegen Oliver Rataj mit 1:3. So blieb es Sven Körner und Patrick Müller überlassen, den Sack zuzumachen. Der VfL Kirchheim erspielte sich nach einer verkorksten Vorrunde einen beachtlichen dritten Platz - punktgleich mit den TTF Neuhausen, die aufgrund des besseren Spielverhältnisses in die Aufstiegsrelegation dürfen. „Wir haben über die Saison verteilt einfach so viele Chancen ungenutzt verstreichen lassen, wodurch wir wichtige Punkte verloren haben. Das rächt sich am Ende“, urteilte VfL-Mannschaftsführer Patrick Müller.

Der TSV Jesingen schloss die Saison mit einer Niederlage (4:9 gegen SV Hardt) und einem Sieg (9:3 gegen TV Reichenbach) ab. Mit zehn Siegen und acht Niederlagen befindet sich die Truppe von Steffen Kraft damit sicher auf Platz fünf und wird in der kommenden Saison in der Klasse erneut starten. Hoffen lassen die sehr guten Ergebnisse von Fabian Gerstberger (11:7) und Steffen Kraft (12:5), die sich in der Rückrunde gut behaupteten. Der TSV Jesingen hätte sich sicherlich positionieren können, doch die Ersatzstellung musste in dieser Saison sehr oft aufgerufen werden, wodurch sich 14 verschiedene Doppelkonstellationen für die Rückrunde ergaben, die nur mäßigen Erfolg brachten.

Der TTV Dettingen bekam vom TSV Weilheim das letzte Saisonspiel kampflos geschenkt. Weilheim trat die letzten beiden Partien aufgrund eines Todesfalls in der Mannschaft nicht an und steigt freiwillig in die kommende Kreisliga ab. Dettingen bescherten diese Punkte den direkten Klassenverbleib.