Lokalsport

Zurück zur Sache

Es ist wie so oft: Zwei Seiten kämpfen für dasselbe Ziel, die Argumente laufen aus der Spur, entwickeln eine Eigendynamik, und irgendwann ist die Debatte nicht mehr einzufangen. So geschehen beim Versuch des TC Kirchheim, dem Verein, der allen erklärtermaßen am Herzen liegt, ein belastbares Fundament für die Zukunft zu bauen. Sieben Jahre sind seit den ersten konkreten Überlegungen zur Neugestaltung der vereinseigenen Anlage vergangen. Inzwischen sind Familien zerstritten, liegen jahrzehntelange Freundschaften in Scherben, verharren Mitglieder orientierungslos zwischen zwei Fronten. Dabei könnte man im TCK kaum glücklicher sein: Der Verein ist schuldenfrei, sportlich erfolgreich und anders als viele Vertreter dieser Sportart ohne Nachwuchssorgen.

Der Disput um die Vermarktung von Immobilien, um juris­tische Vertragsdetails und kommunale Baurechtsfragen zeigt aber auch: Die Komplexität solcher Themen ist mit dem Ehrenamt heute kaum mehr in Einklang zu bringen. Mitgliedern im Sinne eines demokratischen Prozesses vermittelbar ist sie schon gar nicht. Einflussreiche Experten in seinen Reihen zu haben, die sich dem Wohl der Gemeinschaft verantworten, ist schon deshalb ein Segen für jeden Verein. Verliert man dabei das Miteinander aus dem Blick, kann es allerdings schnell zum Fluch werden. Dem TCK möchte man vor seiner Mitgliederversammlung im Februar jedenfalls als Kompass auf den Weg geben: Kommt zurück zur Sache!


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