Lokalsport

Zurückhaltung an den Platten

Tischtennis Vor dem Rückrundenstart an diesem Wochenende ist bei den meisten Teckvereinen der Klassenerhalt das Ziel. Von Michael Oehler

Voller Einsatz ist bei Axel Schorradt (im Vordergrund) und Thassilo Knapp gefragt, wenn der VfL II heute gegen Burgstetten in di
Voller Einsatz ist bei Axel Schorradt (im Vordergrund) und Thassilo Knapp gefragt, wenn der VfL II heute gegen Burgstetten in die Landesligarückrunde startet. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Die Landesliga ist diese Saison ausgeglichen und spannend wie lange nicht. Den Tabellendritten TTV Burgstetten trennen gerade einmal zwei Punkte von Relegationsplatz acht. Als Siebter steckt der VfL Kirchheim II mitten im breiten Mittelfeld fest. „Wir müssen aufpassen, um am Ende den Relegationsplatz zu vermeiden“, analysiert VfL-Kapitän Jan Eder, „der Klassenerhalt bleibt deshalb erste Prämisse“, gibt er die Richtung für die Rückrunde vor. Als Vorbereitung dienten den VfL-Cracks dabei zahlreiche Turniere. Aber gleich das erste Heimspiel am heutigen Samstag gegen Burgstetten (14 Uhr, LUG-Halle) steht unter keinem guten Stern. Vier voraussichtliche Ausfälle lassen Eder an den Chancen seiner Truppe zweifeln: „Da stehen wir vermutlich auf verlorenem Posten“.

Auf Relegationsplatz acht überwinterte Aufsteiger SV Nabern, den die „Greens“ naturgemäß so schnell wie möglich verlassen wollen. „Das Ziel ist selbstverständlich der Klassenerhalt“, gibt Mannschaftsführer Mike Juretzka zu Protokoll. „Wichtig werden, wie in der Vorrunde, die Punkte bei den Heimspielen in der Grünen Hölle.“ Dabei kommt es zu erheblichen Aufstellungsumstellungen: Juretzka rückt ins vordere Paarkreuz und tauscht dort mit Neuzugang Tobias Michalik die Plätze, Routinier Andreas Stiffel schlägt nach einer konstanten Vorrunde künftig an Position drei auf. Der SVN bleibt aber seiner Linie treu: „Wir wollen, dass die jungen Spieler bestmöglichst gefördert werden“, erklärt Juretzka die Vereinsphilosophie - so kommen am hinteren Paarkreuz erneut die beiden Brüder Yannic und Luca Hiller zum Einsatz.

In der Bezirksliga geht der VfL Kirchheim III voller Elan in die Rückrunde. Mit Tabellenplatz fünf nach der Vorrunde ist Kapitän Patrick Müller nicht ganz zufrieden: „Ziel war das obere Drittel“, erklärt er. Nun rückt aber Bezirksmeister Sven Körner neu in die Mannschaft und verstärkt die ausgeglichene Truppe noch einmal in der Spitze: „So haben wir ein neues Ziel definiert: Platz zwei und somit die Möglichkeit zum Aufstieg über die Relegation“, sagt Müller selbstbewusst.

Von solch einer Ausgangslage kann der TTC Notzingen-Wellingen nur träumen. Abgeschlagener Tabellenletzter ohne Punktgewinn war der Aufsteiger nach der Vorrunde. Zwei Lichtblicke machen aber Hoffnung: Konkurrent VfB Oberesslingen musste seine Mannschaft zurückziehen und steht als Absteiger fest. Den zweiten direkten Abstiegsplatz werden nun der TTC und der TTV Zell II unter sich ausmachen. Der Sieger dieses Duells hat die Chance, über die Relegation die Klasse zu halten. Zudem kehrt bei den Notzingern Simon Maier nach einjähriger Weltreise wieder zurück. „Er wird uns auf Position drei wieder um einiges verstärken“, blickt Kapitän Norman Zinser voraus.

Auf Wolke sieben schwebt derweil er SV Nabern II in der Bezirksklasse. „Die Vorrunde lief für uns überragend“, zeigt sich Mannschaftskapitän Kevin Ludwig begeistert. Ungefährdet zog der SVN II seine Kreise, blieb die ganze Vorrunde ohne Punktverlust. Erfolgsgarant Yannic Hiller rückt jedoch durch seine überragenden Leistungen in die „Erste“ auf. Das Ziel Meisterschaft bleibt bestehen, wenn auch „viele Spiele enger als noch in der Vorrunde werden“, wie Ludwig weiß.

Beißen müssen wird dagegen die dritte Mannschaft des SVN. Die Nachwuchstruppe hat in der Bezirksklasse als Tabellensiebter nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

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