Lokalsport

„Zwei perfekte Renntage“

Leki Race Challenge Das zweite Rennwochenende am Riedbergerhorn war ein Mammutprogramm für Rennläufer und Organisatoren. Von Uli Weißinger

Bei der Leki Race Challenge sind auch die Kleinsten am Start hoch konzentriert. Fotos: Miriam Herberth
Bei der Leki Race Challenge sind auch die Kleinsten am Start hoch konzentriert. Fotos: Miriam Herberth

Für ein perfektes Skiwochenende hat der Wettergott zusammen mit den beiden ausrichtenden Vereinen TV Neidlingen und TV Unterlenningen gesorgt. Rund 60 Helfer waren bereits ab Freitag vor Ort und gaben alles, damit faire Rennbedingungen herrschten. Der Neuschnee im Lauf der Woche hatte seinen Teil dazu beigetragen, dass die jeweils rund 100 Kinder und Schüler sowie knapp 80 Jugendlichen und Aktive an beiden Tagen beste Voraussetzungen vorfanden.

Die Rennläufer aus der Teckregion waren zum Abschluss der Leki Race Challenge am Riedbergerhorn zahlenmäßig in Unterzahl. Ob die Vollsperrung der A 8 in Richtung München ab Freitagabend dafür verantwortlich war oder die schwäbischen Schülermeisterschaften, kann nur vermutet werden. Die Konkurrenz aus Reutlingen, dem Allgäu und vom Bodensee war stark vertreten und machte den Lokalmatadoren auch das Leben schwer.

Eine, die nach ihrem Sieg am Hochlitten im ersten Rennen der Leki Race Challenge die Gesamtwertung gewinnen konnte, war Marietta Hitzer vom TV Neidlingen. „Morgens war es echt schwer und hart im Steilhang. Der untere Abschnitt, in dem es schneller war, hat mir besser gefallen“, so die Neunjährige. Drei gute Läufe mit Podestplätzen reichten der Neidlingerin in den Rennen zwei bis vier, die alle am letzten Wochenende ausgetragen wurden, zum gemeinsamen Sieg mit ihrer Konkurrentin aus Kressbronn.

Nachdem am ersten Rennwochenende im Februar der starke Schneefall sonntags ein Rennen unmöglich gemacht hatte, mussten die beiden ausrichtenden Vereine nun am Riedbergerhorn zu den beiden geplanten Läufen auch noch diesen nachholen - ohne Probleme. „Zwei perfekte Renntage, Sonne, Spaß und keine Verletzten“, meldete Daniela Ambacher vom TV Neidlingen, die neben dem Schiedsgericht auch zusammen mit Ralf Gökeler vom TVU die Kurssetzung vor Ort verantwortete.

Lob aus berufenem Munde

So sahen es auch Rennläufer und Zuschauer. Allen voran Jürgen Bischof, der vor dem TVN und dem TVU den Hut zog: „Ich muss die Veranstalter wieder mal in den allerhöchsten Tönen loben. Es ist schon überragend, was die beiden Vereine auf die Beine stellen.“ Das Lob des Dettingers zählt. Schließlich sind seine Söhne Pascal und Marc-André erfolgreich auf Europas Skipisten unterwegs.

An diesem Wochenende fanden die beiden besten Skifahrer der Teckregion ebenfalls den Weg nach Balderschwang. Marc-André war samstags zwei Mal Tagesschnellster, während sein Bruder noch in Garmisch bei der DM startete. Am Sonntag kam es dann zum Bruderduell, das Pascal für sich entschied. „Im Riesenslalom bin ich gerade in sehr guter Form, und es passt alles“, so das Resümee des Jüngeren. Das gibt Hoffnung für das Finale im Deutschlandpokal am übernächsten Wochenende, dessen Wertung Pascal momentan mit knappem Vorsprung anführt.

Bei den Frauen gab es im ersten Rennen am Samstag ein gewohntes Bild. Anna-Lena Unger vom Team Leki konnte den Nachwuchs in Schach halten und war im ersten Lauf Tagesschnellste. Dann wurde sie allerdings vom Pech verfolgt. An beiden Renntagen wurde ihr im zweiten Lauf der hart präparierte Steilhang zum Verhängnis, und sie verlor einen Ski. Zum Sieg in der Gesamtwertung reichte es der 23-Jährigen dennoch. Tagesschnellste Frau war am Sonntag Elisa Fischer vom TV Neidlingen, die in der Klasse U16 startet.

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