Lokalsport

Zwei Teams, eine Mission

Frauen des VfL Kirchheim und TSV Weilheim kämpfen um Landesligaklassenerhalt

Die Zelluloidkünstlerinnen aus der Teckregion unter Druck: In der äußerst ausgeglichen besetzten Landesliga kämpfen der VfL Kirchheim und der TSV Weilheim in der kommenden Saison gegen den Abstieg.

Die Landesliga hat sie wieder: Weilheims Heike Eulenberg (rechts) und Gudrun Fischer.Foto: Jörg Bächle
Die Landesliga hat sie wieder: Weilheims Heike Eulenberg (rechts) und Gudrun Fischer.Foto: Jörg Bächle

Kirchheim. Der VfL Kirchheim beendete die vergangene Landesligasaison zwar auf dem fünften Platz, muss sich aber vermutlich in dieser Saison zunächst nach unten orientieren und um den Klassenverbleib kämpfen. Mannschaftsführerin Tetiana Zimmermann legt eine Babypause ein und wird erst wieder zur Rückrunde zum Schläger greifen.

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Neuzugänge konnten keine an Land gezogen werden, und so muss der VfL zumindest in der Hinrunde auf Ersatz aus der zweiten Mannschaft vertrauen. „Der Klassenerhalt wird sicherlich schwer, aber nicht unmöglich. Wir werden auf jeden Fall alles geben“, so Sprecher René Zimmermann. Hierbei helfen könnte ein Entwicklungssprung der beiden Youngsters Vicotria Frank und Ramona Oehlenberg. Nach einem Jahr Eingewöhnungszeit können sie nun zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt.

Ebenfalls den Klassenerhalt haben die Aufsteigerinnen des TSV Weilheim sich zum Ziel gesetzt. Vergangene Saison dominierten sie die Bezirksliga und stiegen hochverdient ohne Niederlage als Meister auf. In der Landesliga weht aber ein anderer Wind. Auf dem Papier ist Weilheim sogar die schwächste Truppe. Mannschaftsführerin Gudrun Fischer vertraut aber auf die große Erfahrung und die mannschaftliche Geschlossenheit ihrer Spielerinnen. „Wir haben schon 20 Jahre Landesliga hinter uns und möchten nun unbedingt den Klassenerhalt schaffen.“

Zu- oder Abgänge gab es keine. Diese waren aber nicht notwendig, denn ein großes Faustpfand in der vergangenen Saison war die Konstanz der Weilheimer Mannschaft. Sie traten nahezu immer komplett an. Sollte es ihnen gelingen, auch in der neuen Saison so geschlossen aufzutreten, haben sie sicherlich gute Chancen, die Klasse zu halten.

Schwer genug wird‘s: Die Landesliga ist diese Saison ausgeglichen wie lange nicht. Jede Mannschaft kann praktisch jede andere schlagen, oft wird die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden. Einen klaren Meisterschaftsfavoriten sucht man ebenfalls vergebens. Einzig der Tabellenzweite der Vorsaison, die SG Bettringen, ragt ein wenig durch seine extreme Ausgeglichenheit hervor. Die SGB ist auf jeder Position nahezu gleich stark besetzt und scheint ihren Gegnerinnen dadurch leicht überlegen. So meinte Mannschaftsführerin Tanja Waibel mit einem leichten Augenzwinkern: „Wir mussten ‚Schnick, Schnack, Schnuck‘ spielen, wer auf Position 1 antreten muss.“